Diese Online-Games spielen die Schweizer am liebsten
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2020

Von Shootern und Sportsimulationen

Diese Online-Games spielen die Schweizer am liebsten

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Von Shootern und Sportsimulationen

Diese Online-Games spielen die Schweizer am liebsten

Diese Online-Games spielen die Schweizer am liebsten
Quelle:
@ allinonemovie / pixabay.com
Browserspiele sind so beliebt wie nie zuvor. Beim Online-Gaming haben Zocker inzwischen eine schier endlose Auswahl an verschiedenen Genres, Spielmodi und Schwierigkeitsgraden. Auch in der Schweiz haben Browserspiele eine riesige Fangemeinde. Die Geschmäcker sind allerdings ebenso vielfältig wie das Angebot.

Die Schweizer zocken gerne, das dürfte keine Neuigkeit sein. Die wissenschaftliche Erhebung zu der Frage, auf welche Online-Games man in der Schweiz besonders abfährt, ist allerdings verhältnismässig neu. 2019 hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW im Rahmen einer Studie zum Thema eSportserstmals eine Befragung durchgeführt, um die beliebtesten Online-Games in der Schweiz zu ermitteln. Dazu wurden 1011 Männer und Frauen in der Schweiz zu ihren Vorlieben und Gewohnheiten im Bereich Browsergaming befragt. Die Ergebnisse sind durchaus erwartbar, können zum Teil aber auch überraschen.

Ein neuer Trend: Poker im Online-Casino

Bevor wir uns der aktuellen Bestenliste der Browsergames widmen, möchten wir einen spannenden Trend nicht unerwähnt lassen, der die Online-Welt seit einiger Zeit beschäftigt. Die Schweizer habe nämlich nicht nur ein Faible für klassische Computerspiele. Auch Online Poker ist in der Schweiz sehr beliebt. Mit dem glamourösen Flair eines echten Casinos können die zahlreichen Online-Spielbanken zwar nicht mithalten, aber auch Online-Poker hat seinen ganz eigenen Reiz. Immerhin bieten Casinos im Internet eine grosse Vielfalt an Spielvarianten und Spezialangeboten, die vor allem neuen Spielern den Einstieg versüssen können.

Rechtlich gesehen wird Online-Poker in allen deutschsprachigen Ländern zwar noch kritisch beäugt, aktuelle Gesetzesänderungen haben es aber durchaus möglich gemacht, sich bei seriösen Anbietern entspannt und völlig legal ein paar Pokerspiele am heimischen Computer zu gönnen. 2012 hatten sich die Bürger der Schweiz in einem Referendum für eine vollständige Überarbeitung der bestehenden Rechtslage ausgesprochen. Seitdem hat die Regierung an einer Neufassung des seit 1998 bestehenden Lotterie- und Spielbankengesetz gearbeitet. Zum 1. Januar 2019 ist endlich das Neues Geldspielgesetz (BGS) in Kraft getreten, das die alte Rechtslage vollständig ersetzt.

Nach dem BGS sind Online-Glücksspiele bei lizensierten Online-Spielbanken jetzt legal. Damit stellen auch Pokerturniere um kleines Geld ausserhalb von niedergelassenen Spielbanken kein rechtliches Problem mehr dar. Konzessionierte Spielcasinos können ihre bestehende Konzession um den Online-Bereich erweitern und künftig entsprechende Angebote zur Verfügung stellen. Schon jetzt tummeln sich viele Bürger aus den DACH-Ländern in den legalisierten Echtgeld-Spielräumen im Internet. Rund 100 Millionen Franken sollen die Schweizer beispielsweise jährlich am virtuellen Pokertisch umsetzen. Dieser Trend ist durchaus spannend und lässt für die lizensierten Anbieter ein enormes Zukunftspotenzial erwarten.

Diese klassischen Online-Games spielen die Schweizer am liebsten

Quelle: alexxsvch / unsplash.com

Trotz vielversprechender neuer Trends fühlen sich die Gamer in der Schweiz aber immer noch mit ihren Games am wohlsten. Die Studie der ZHAW hat für 2019 das folgende Ranking ergeben:

FIFA19

Der Fussball-Simulator der Superlative fesselt 38,2 Prozent der befragten Schweizer vor dem Bildschirm.

Call of Duty: Black Ops IV

Der Ego-Shooter mit bildgewaltigem Multiplayer-Kampfmodus bleibt für 30,1 Prozent der Spieler klarer Favorit.

Minecraft

Das Open-World-Spiel mit den unglaublich vielseitigen Bausteinen landet mit 24,8 Prozent auf dem dritten Platz.

Fortnite

Das Koop-Survival-Game Fortnite kann 21,5 Prozent der Befragten regelmässig begeistern.

World of WarCraft

Der Evergreen unter den MMORPG ist auf der ganzen Welt beliebt. Die Schweizer wählten das Spiel mit 21,1 Prozent auf den fünften Platz.

Counter-Strike: Global Offensive

Für den Online-Taktik-Shooter schalten immerhin 17,3 Prozent der Befragten regelmässig den Computer ein.

Super Smash Brothers Ultimate

Das spannende Game ist der absolute Favorit auf der Nintendo Switch. 16 Prozent der Befragten voteten für SSBU.

Street Fighter V

Das Fighting Game ist für PC und Playstation geeignet und kann immerhin 15,8 Prozent der Gamer begeistern.

League of Legends

Das wettkampfbasierte Action-Strategiespiel gehört für 14,3 Prozent der Befragten zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Clash Royale

Clash Royale ist ein Echtzeit-Mehrspielerspiel für iOS und Android. 13,7 Prozent der Gamer lieben den mobilen Spielspass.  

Bei diesen Online-Spielen schauen die Schweizer besonders gerne zu

Zuschauen ist längst nicht so spannend wie selber spielen? Scheinbar hat so mancher Schweizer nichts dagegen, ab und zu einem anderen Spieler über die Schulter zu schauen. Bei diesen beliebten Online-Games kommt für die Schweizer auch beim Zusehen keine Langeweile auf:

-      Fortnite

-      FIFA19

-      Call of Duty: Black Ops IV

-      Minecraft

-      League of Legends

-      Counter-Strike: Global Offensive

-      Arena of Valor

-      World of WarCraft

-      Atlas

-      Brawl Stars

Aber was könnte so spannend daran sein, die beliebtesten Browsergames des Jahres nur von der Seitenlinie zu beobachten, anstatt selbst am Drücker zu sein? Let’s Play heisst ein Trend, der die Netzwelt vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zunehmend erobert. Über Kanäle wie YouTube ist es möglich, anderen Spielern dabei zuzusehen, wie sie die verschiedenen Level von Computer- und Konsolenspielen meistern. Und auch bestimmte Hip-Hopper wie Kollegah und Farid Bang wollten schon regelmässig zocken: So hatten Kollegah und Farid ihre eigene eSports-Truppe „JBG Gaming“ und Kollegah hatte auch gemeinsam mit Mois einen Twitch-Kanal. Auch Bushido wollte regelmässig auf Twitch streamen. Bisher waren ihre Kanäle jedoch relativ ruhig.

Der Reiz dabei besteht aus einer Mischung aus Informationen, zum Beispiel indem man erfahreneren Spielern über die Schulter schaut und sich dabei Anregungen für die eigene Performance holt, Austausch mit der Community, beispielsweise über Kommentare zu den Videos, und dem in der Wissenschaft bestens bekannten Phänomen der Interpassivität, also dem Geniessen über Andere. Dieses Phänomen greift übrigens auch, wenn wir uns mit Begeisterung Sportveranstaltungen oder Reality Shows im Fernsehen ansehen.

Bei Eltern von jugendlichen Let’s Playern wird das Thema kontrovers diskutiert. Während die Einen den Medienkonsum ihrer Kinder mit Skepsis betrachten, klicken sich die Anderen selbst gerne von Zeit zu Zeit durch ein Gamingvideo, beispielsweise um einen Eindruck vom tatsächlichen Inhalt des Spiels zu bekommen und besser entscheiden zu können, ob es für das eigene Kind geeignet ist.  

Wie viel Zeit gönnen sich die Schweizer für ihre Lieblings-Games?

Die Zeit, die vor allem Jugendliche vor dem Bildschirm verbringen, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Die Studie der ZHAW hat sich deshalb auch damit auseinandergesetzt, wie viel Zeit die Gamer in der Schweiz mit Spielen verbringen. Die Erhebungen ergaben, dass leidenschaftliche Spieler und eSportler im Durchschnitt 11 Stunden pro Woche am Computer, an der Spielekonsole oder am Handy daddeln. Damit geht mehr Freizeit für Spiele drauf als beispielsweise in den sozialen Medien. Als Gamer bezeichneten sich den Wissenschaftlern zufolge rund 30 Prozent der Befragten.  

ESports wird immer öfter als Sport wahrgenommen

Lange mussten eSportler darum kämpfen, dass ihre Leistungen anerkannt werden. Und auch heute noch werden sie vielerorts belächelt. Der Trend geht allerdings in die richtige Richtung. Immer öfter werden eSports als echter Sport wahrgenommen, die Fangemeinde wächst und auch die Professionalität, mit der diese moderne Sportart betrieben wird, spricht für sich.

Der Schweizerische Esports Verband kämpft offiziell darum, den Leistungen der Spieler und den inzwischen als grosse Sport-Events aufgezogenen Veranstaltungen die verdiente Anerkennung zu verschaffen. Tatsächlich bezeichnen sich bislang nur 3,7 Prozent der Gamer selbst als eSportler. Die Tendenz ist aber steigend.

Auch innerhalb der Bevölkerung erlangt eSports immer mehr Bekanntheit und Akzeptanz. Die Studie der ZHAW ergab, dass immerhin 30,6 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz den Begriff eSports richtig einzuordnen wissen und ihn sogar mit sportlichem Wettbewerb und Wettkampf assoziieren. 27,6 Prozent der Befragten ordneten eSports eindeutig als eigenständige Sportart ein.

Für eine breitere Anerkennung, vor allem auch auf professioneller Seite der Sportverbände, wird eSports noch klarere Strukturen und Reglementierungen entwickeln müssen. Experten zeigen sich aber zuversichtlich, dass eSports in Zukunft als offizielle Sportart anerkannt werden könnte.

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