Dieser Schweizer Rapper tritt in Katar auf
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November
2022

WM 2022

Dieser Schweizer Rapper tritt in Katar auf

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Dieser Schweizer Rapper tritt in Katar auf

Luca Mosberger
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Zu Beginn der WM werden diverse Künstler:innen aus der Schweiz nach Katar eingeladen, um dort mit Konzerten die Schweizer Fussball-Fans zu unterhalten. Mit dabei ist der welsche Rapper Arma Jackson.

Im Rahmen von grossen Sportfestlichkeiten werden oft Künstler:innen aus allen teilnehmenden Ländern eingeflogen, um das angereiste, internationale Publikum mit Musik aus ihrer Heimat zu unterhalten. Der Schweizer Popsänger Marc Sway zum Beispiel wurde als offizieller Kulturbotschafter der Schweiz an die Olympischen Spiele 2016 eingeladen, um dort zu performen. Auch dieses Jahr wurde er von der Schweizer Botschaft in Katar eingeladen, um im Club Suisse aufzutreten und dort für die eingereisten Schweizer:innen und andere internationale Fans für Stimmung zu Sorgen. Allerdings lehnte er die Anfrage ab, da die Politik und nicht der Sport am Event im Vordergrund stände. Da sowohl er als auch der Berner Blues-Musiker Philipp Frankhauser das Angebot ausschlugen, schickt die Schweiz neben mehreren Volksmusiker:innen auch den Lausanner Rapper Arma Jackson nach Katar.

Der Swiss Music Award-Gewinner in der Kategorie «Best Act Romandie» sorgt an den Festlichkeiten in Katar zwischen Jodel- und Hackbrett-Musik mit melodiösem Rap für Abwechslung. Nach einem Auftritt am Montreux Jazz Festival, Features mit Rapgrössen wie Tayc oder Jok'air und seinem Swiss Music Award-Gewinn reiht sich die Einladung nach Katar ein in eine Serie an grossen Erfolgen des Musikers. Allerdings wird das neuste Achievement des Überfliegers von den kontroversen Umständen um die WM 2022 getrübt. Beim Bau der WM kamen wegen den unmenschlichen Arbeitsbedingungen Tausende Gastarbeiter ums Leben. Menschenrechte werden aber auch in anderen Aspekten mit Füssen getreten: Homosexualität kann im Land mit vielen Jahren Haft bestraft werden. Dass der Bau der acht verschiedenen Stadien nicht sonderlich gut fürs Klima waren und nun der FIFA auch noch Korruption im Auswahlverfahren des WM-Austragungsstandorts vorgeworfen wird, verbessert die Lage auch nicht. Wenigstens wird die Schweiz musikalisch nun auch mit HipHop vertreten, doch das ist ein schwacher Trost für jene, die über die üblen politischen Hintergründe des Events nicht hinwegsehen können.

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