«Ich kann nicht mehr einfach ,Fuck the System!´ sagen»
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June
2022

Luuk im grossen «Tohuwabohu»-Interview

«Ich kann nicht mehr einfach ,Fuck the System!´ sagen»

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June
2022

Luuk im grossen «Tohuwabohu»-Interview

«Ich kann nicht mehr einfach ,Fuck the System!´ sagen»

Luca Mosberger
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«Ich kann nicht mehr einfach ,Fuck the System!´ sagen»
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CH-Rap-Urgestein Luuk bringt mit «Tohuwabohu» sein sechstes Studioalbum auf den Markt. Im Interview spricht er mit uns über das vielschichtige Albumkonzept, Verschwörungstheorien, eigene Widersprüche und die Zusammenarbeit mit Streetrappern.

Die Welt ist komplizierter geworden, so fühlt es sich zumindest für die meisten von uns an. So auch für Luuk, dessen neustes Werk gleichzeitig vom Chaos in der Welt, als auch dem in seinem Kopf handelt. Der Rapper sich zwar für dieses Album nicht neu erfunden, doch seine persönliche Entwicklung und veränderte Weltsicht sticht auf «Tohuwabohu» besonders stark hervor.

Im Gespräch letzten November hast du dein Album als «eines deiner grössten» Werke bezeichnet. Wie unterscheidet sich das Album von seinen Vorgängern?

Es unterscheidet sich vor allem darin, dass ich dieses Album viel konzeptueller ist. Als mir der Name einfiel, fiel mir innerhalb der nächsten halben Stunde auch das ganze Konzept ein. Das musste ich dann sofort auf ein Blatt bringen, damit ich es nicht wieder aus dem Kopf verliere. Ich finde, mir ist zum ersten Mal ein solches Konzept richtig gut gelungen. Dazu kommt auch, dass ich bisher noch nie so viel Budget für ein Album hatte. So konnte ich auch mehr von meinen Vorstellungen umsetzen.

«Wir sind das Tohuwabohu und es ist ein Teil von uns. Es wird nie einfach verschwinden, glaube ich.»

Der Albumtitel «Tohuwabohu» steht im Mittelpunkt des Konzepts. Welche Bedeutung beziehungsweise welche Bedeutungen stecken dahinter?

Dieses Wort kenne ich schon, seit ich ein Kind war und meine Mutter ins Zimmer kam und fragte: «Was ist denn das für ein Tohuwabohu?» (lacht) Wie eigentlich immer habe ich begonnen, Songs für ein Album ohne einen Namen aufzunehmen, und irgendwie kam mir dieses Wort in den Sinn. Dann habe ich ein bisschen über die Herkunft und die Bedeutung des Wortes recherchiert. Es ist ein hebräisches Wort, dass aus der Religionsgeschichte stammt. Tohuwabohu ist die Welt, bevor Gott kam und die Welt, in Anführungszeichen und Schlusszeichen, in Ordnung brachte. Meine Intention mit diesem Wort war es auszudrücken, dass das Tohuwabohu gar nie wirklich weg war. Wir sind das Tohuwabohu und es ist ein Teil von uns. Es wird nie einfach verschwinden, glaube ich. Wie schon meine vorherigen Albumtitel steht das Wort für Leben und erzählt die Geschichte weiter. Mit allem, was in den letzten zwei Jahren passiert ist, mit Corona und all dem schlimmen Weltgeschehen – Je älter, dass ich werde, desto mehr gehen mir diese Dinge, dieses Chaos viel näher. Und ganz allgemein, manchmal hat man einfach ein Chaos im Kopf. Das Tohuwabohu beschreibt nicht nur das Weltgeschehen, sondern auch mein Inneres.

Das Album wird von vier Skits begleitet, die je einen Akt darstellen. Wie kam es zu dieser speziellen Zusammenarbeit mit der Künstlerin Julia Kubik?

Auf dem Album wollte ich mit diversen interdisziplinären Kunstformen arbeiten. Spoken Word war eine davon. Julia Kubik war meine erste Idee, wir kennen uns schon seit unserer Jugend. Sie kommt auch aus Buchs in St. Gallen. Sie ist einfach eine unglaublich gute Texterin. Ich habe ihr dann von meiner Vision erzählt, wie «Tohuwabohu» sein sollte, und sie hat das dann in Form von Text und Skizzen mega geil auf ihre Art wiedergegeben.

Die vier Akte stellen nach meinem Verständnis die vier Jahreszeiten dar. War das die Idee? 

Absolut. Sie wollte das Tohuwabohu in Form von Jahreszeiten darstellen, weil es wie ein Kreislauf ist und wie das Jahr immer wieder kommen wird. Sie sagt das auch so schön: Das Jahr fängt im Winter an und hört im Winter auf. Das beschreibt das Tohuwabohu sehr schön in einem Satz. Und auch: Niemand fragt sich, wenn man einen Hund sieht, ob man sich was wünschen darf.

Das Albumcover zeigt von einer gemütlichen Stube aus durch ein Fenster das pure Chaos mit brennenden Banken, einem Gefängnis und vielem mehr. Was bedeuten die einzelnen Teile des Gesamtbilds?

Eigentlich ist es in erster Linie ein Wimmelbild. Reyna Mia hat es gemalt. Auch ihr habe ich von meiner Vision erzählt und habe sie einfach machen lassen. Wenn ich mit Leuten zusammenarbeite, gebe ich ihnen lieber gar keinen klaren Auftrag, sondern nur die Idee. Sie ist eine Künstlerin aus Zürich, die ab und zu auch tätowiert und politische Plakate macht für Demos. Das Cover ist ihre eigene Interpretation. Man findet so viele kleine Einzelheiten auf diesem Bild, auch ich selbst habe lange immer wieder Neues entdeckt. Wie du schon gesagt hast, man schaut aus der wohlbehüteten, gemütlichen Stube hinaus auf die brennende Welt, die kaputt geht und schon kaputt war. Man findet vielleicht mit den brennenden Banken auch kapitalismuskritisch angehauchte Bilder, wie auch in meiner Musik. Ich finde, sie hat das sehr gut getroffen.

«Muss eine Debatte stattfinden mit Menschen, die sagen, dass Corona nicht existiert? Da gibt es dann ja nicht viel Diskussionsspielraum.»

Politisch wird es auch auf «Yadig». Dort fliegen Shots in Richtung Coronaschwurbler. Inwiefern glaubst du, dass so ein Song etwas zu dieser hitzig geführten Debatte beitragen können?

Die Frage ist: Muss eine Debatte stattfinden mit Menschen, die sagen, dass Corona nicht existiert? Da gibt es dann ja nicht viel Diskussionsspielraum. Trägt es dazu bei? Keine Ahnung. Aber Musik ist ein Ventil, um Gedanken und Gefühle zu verarbeiten. Es geht auf dem Song ja auch nicht ausschliesslich um Corona, auch wenn der Song zu dieser Zeit entstanden ist. Es ist ja ein sehr gesellschafts- und systemkritischer Song. «Und ich bin no da, dankbar jede Tag» ist der Refrain. Ich habe den Song mehr als Ventil gesehen, als dass er etwas zur Debatte beitragen müsste. Mit Tommy Vercetti und Knackeboul sind natürlich auch noch zwei Meister vom Fach mit dabei. Das ist wahrscheinlich auch der erste Song, auf dem man die beiden zusammen hört. Die hatten in der Vergangenheit ja auch mal eine kleine Auseinandersetzung, was aber mittlerweile der Rede nicht mehr Wert ist.

«Verschwörungstheorien sind eine reelle Gefahr, ich war da früher selbst auch drin. Ich hatte als Jugendlicher auch diese "Jaja, 9/11 war ein Inside Job"-Phase.»

Zum letzten Album am Anfang der Pandemie meintest du: «Corona und die damit verbundene Angst und Unsicherheit ist leider ein idealer Nährboden für komische Theorien.» Zwei Jahre sind vergangen. Was ist deiner Meinung nach die gefährlichste Entwicklung aus dieser Zeit?

Es ist ein schmaler Grat zu wissen, welche Dinge auf dieser Welt man kritisch betrachten sollte. Für mich ist es zum Beispiel auch nicht mehr so einfach wie früher zu sagen: «Fick den Staat». Als ich noch jünger war, habe ich einfach diese Floskeln aufgesagt. Heute ist es mehr als das, ich höre immer noch nicht gerne auf den Staat, aber der Staat ist ja keine eigenständige Person. Ein Staat wird geführt, bei uns in der Schweiz von einer direkten Demokratie. Dann ist die Frage, wen kritisiere ich jetzt eigentlich? Wir haben in unserem National- und Ständerat ja leider ein starkes Gewicht auf der Rechten und Konservativen Seite, und das kritisiere ich dann, aber nicht mehr einfach den Staat. Das hat sich sicher verändert mit der Zeit in meinem Denken. Es ist ein schmaler Grat. Verschwörungstheorien sind eine reelle Gefahr, ich war da früher selbst auch drin. Ich hatte als Jugendlicher auch diese «Jaja, 9/11 war ein Inside Job»-Phase. Ich weiss auch selber, wie sich das anfühlt, wenn man so etwas sieht und sich selbst glaubt. Wir Menschen brauchen für alles eine einfache Erklärung und das ist sehr gefährlich. Dabei sind wir gar nicht in der Lage alles zu verstehen, so wie es ist. Was Gefährliches aus dieser Zeit entstanden ist, hast du wahrscheinlich selbst mitbekommen: Wenn dann plötzlich Menschen mit offen rechtsradikalen Personen auf der Strasse marschieren, muss man sich schon mal die Frage stellen, wie easy das Ganze noch ist.

«Ich habe schon mehrfach mit Lexi über problematische Textzeilen gesprochen.»

Schon länger zeigst du der Streetrap-Szene immer wieder Liebe, seien es zum Beispiel Rapide x Alawi oder Lexi. Was fasziniert dich an jungen Streetrap-Artists wie ihnen?

Ich bin ohnehin schon lange ein Streetrap-Fan, seit ich selbst auch Streetrap höre. Ich habe aber auch da immer wieder meine Gewissenskonflikte damit, ich finde nicht allen Streetrap geil. Mir gefällt Streetrap vor allem, wenn es diesen «Von unten nach oben»-Aspekt hat. Das ist HipHop für mich. Was ich auch immer spannend finde – das soll jetzt keine Ausrede für nichts sein – aber HipHop ist immer der ehrlichste Spiegel einer Gesellschaft. Obwohl HipHop jetzt zur Popkultur gehört, ist es in der Schweiz immer noch eine suburbane Kultur, weit weg von der Anerkennung, die sie verdient. Ich unterstütze gerne junge Künstler:innen, ich arbeite gerne mit ihnen zusammen, weil ich das selbst nie so erleben durfte. Als ich noch jung war, ist niemand auf mich zugekommen und ich musste mir ganz viel selbst beibringen. Deshalb probiere ich auch gerne immer wieder, jungen Künstler:innen etwas von mir weiterzugeben.

«Ich weiss ja selbst, wie es ist, mit Rap etwas zumachen. Für viele Menschen, die es im Leben nicht einfach hatten, ist Rap ein Ventil.»

Du rappst auf dem Album Lines wie «Fahr mer ab mit dim Wertsystem» oder «Bi dim Gedankeguet schnurrsch besser nöd vo Prinzipie du Blindschliiche». Gleichzeitig hast du auf dem Album mit mehreren Artists zusammengearbeitet, die zum Beispiel in der der Cypherdebatte für sexistische Lines stark in die Kritik kamen. Siehst du das nicht als Widerspruch? Wie stehst du zu dieser Debatte und zum Cypher-Aftermath?

Ich habe Verständnis für jede Kritik dazu. Persönlich empfinde ich es so: Gerade im Fall Lexi – da habe ich auch kürzlich mit dem akut Magazin darüber gesprochen – der ist 18. Wenn ich mich vergleiche, als ich noch in diesem Alter war, habe ich ganz viele schlimme Dinge gesagt. Aber auch noch vor zwei, drei, vier, fünf Jahren habe ich mich noch problematisch geäussert, und als zehn Jahre ältere Person sehe ich mich deshalb nicht in der Position, dass ich jetzt das Recht hätte, mit dem Finger auf jemanden zu zeigen. Was sexistische, homophobe, transphobe und allgemein diskriminierende Aussagen angeht: Das ist scheisse, keine Diskussion. Mit Lexi habe ich schon mehrfach darüber gesprochen. Lieber setze ich mich mit ihm hin und habe eine Diskussion, wie schon mehrmals, als dass ich einfach nichts mit ihm mehr zu tun haben will. Man sollte immer als Erstes probieren zu reden. Man muss natürlich von Anfang an sagen, Diskriminierung ist scheisse. Dennoch gilt es, differenziert zu betrachten, wer diese Person ist, was diese Person erlebt hat und wo sie aufgewachsen ist. Das soziale und örtliche Umfeld beeinflusst den eigenen Wortschatz. Ich persönlich habe zwar mit 18 schon so halbwegs verstanden, dass es nicht fair ist, eine homophobe Aussage zu machen, habe es aber trotzdem getan. Es braucht Zeit, manchmal muss man Menschen auch ein bisschen Zeit geben. Es ist schwierig. Ich möchte nicht der Richter sein, der alles prophetenmässig verurteilt, weil ich selbst noch sehr stark in einem Lernprozess bin. Das soll auch keine Entschuldigung für nichts sein. Es ist scheisse, aber es ist ein Prozess. 

Dir ist also vor allem wichtig, dass die Kritik an solchen Zeilen nicht zu einem elitären Nach-unten-Treten wird?

Genau. Ich weiss ja selbst, wie es ist, mit Rap etwas zumachen. Für viele Menschen, die es im Leben nicht einfach hatten, ist Rap ein Ventil. Ich will nicht von oben nach unten Leute verurteilen, weil ich vor gar nicht lange her genauso ein Depp war.

Auf «Tohuwabohu» finden sich neben Lexi auch noch diverse andere, völlig verschiedene Features. Du scheinst im Mittelpunkt der Szene zustehen und Connections zu allen zu haben. Steckt da ein grosser Community-Gedanke dahinter?

Absolut. Ich finde es in erster Linie einfach sehr geil, mit verschiedenen Menschen von jedem Alter zusammenzuarbeiten. Ich habe generell am Album, nicht nur in der Musik, mit einer grossen Diversität an Menschen zusammengearbeitet. Das war mir sehr wichtig, weil ich bisher immer ein wenig mit demselben Camp gearbeitet habe. Wir wurden wirklich zu einem Team, was das Ganze viel versierter gemacht hat.  

Neben Gastauftritten von diversen OG’s zeigst du auch mehreren Newcomer:innen Liebe auf deinem neuen Album. Wer sind deine Favourite Upcoming Artists?

Ich bin persönlich ein grosser Fan von OG Florin. Cachita finde ich auch unglaublich gut. Lexi wird es auch noch weit bringen: Er ist hungrig und motiviert. Motis aus Bern finde ich auch sehr krass. Soukey ist auch sehr, sehr krass. Es gibt gerade sehr viele gute junge Artists, mir fällt es schwer, mich auf nur ein paar Namen zu begrenzen. Ich finde es auch schön, wie das ganze immer diverser wird und wie neue Subgenres entstehen. So etwas wie eine Feature-Bucket-List habe ich aber nicht. Features muss ich immer situativ entscheiden. Wenn ich einen Song habe, höre ich, wer darauf passen könnte, und frage diese Person dann an. Das passiert meistens einfach so.  Ich höre auch zuerst die Instrumentals und entscheide erst dann, was für einen Song ich machen will.

Wie schon seine Vorgänger überzeugt «Tohuwabohu» mit sehr starker Production. Wie wählst du deine Beats aus? Wie gestaltet sich deine Zusammenarbeit mit deinem Hauptproducer DavïdM?

Wir kennen uns schon seit über 15 Jahren. Diese Zusammenarbeit läuft immer so: Er kommt zu mir und wir hören etwa zwei Stunden Beats durch. Von denen wähle ich dann meine Favourites aus und packe sie in einen fetten Beat-Ordner. Ein herunterkomprimierter Anteil davon landet dann auf meinen Alben. Und so wird dieser Prozess auch noch weitergehen, immer. Ich arbeite aber auch sehr gerne mit Mondetto, auch an diesem Album war er beteiligt, und auch mit Mikey arbeite ich sehr gerne, der ja viel mit Ryler Smith schon gemacht hat. Unglaublich krasser Produzent. Drei Beats auf dem Album sind von ihm: «Alti Liebi», «Ups and Downs» und «Racks». Meistens sind die Producer aber gar nicht dabei, wenn ich den Sound mache. Beim Fertigstellen sind dann wieder Leute dabei, aber in der Anfangsphase gar nicht so fest. Dann höre ich vielleicht einfach an einem Abend Beats durch und denke, boah, auf den habe ich gerade richtig Bock. Und dann passiert es, oder auch nicht.  

Auf «Tohuwabohu» fällt besonders ein musikalischer Ausreisser auf: «Follow me». Auf dem zweideutigen Liebessong geht es aber um Weed und keine Person. Rap über Weed war über Jahre eine Konstante in deiner Musik. Ist Weed ein essenzieller Bestandteil von deinem künstlerischen Schaffensprozess?

Kiffen ist eigentlich scheisse, ich will es niemandem empfehlen. Aber es gehört schon sehr lange einfach zu mir und manchmal habe ich schon das Gefühl, ich brauche es, um auf andere Gedanken zu kommen oder mich auf nur etwas zu fokussieren. Oft habe ich viele, viele Gedanken gleichzeitig im Kopf und mit dem Rauchen kann ich mich besser auf nur etwas fokussieren. Und dann findet es halt statt, bei dem was ich mache, und ich mache, was ich bin. Ich spreche ja manchmal auch kritisch vom Kiffen und nicht immer mega glorifizierend. Schon auch, aber nicht nur. «Follow Me» ist spontan in Berlin entstanden, als ich dort eine Woche am Musizieren war. Ich war mit Mondetto im Studio, und irgendwie ist das einfach entstanden. Ich habe einfach gesagt, ich habe Lust auf 80s. Und nach zwei Tagen war der Song da, fix und fertig. Und dann war es halt über Gras. Ich finde es manchmal zu cheesy, in einem solchen Song effektiv über Liebe zu singen. Am Anfang hatte ich bei diesem Song auch meine Zweifel, ob das überhaupt geil ist, was ich da gemacht habe. Aber mittlerweile finde ich es richtig geil. (lacht)

«Alles was ich mache, die Musik und meine sonstigen Projekte, sind was ich am längsten schon im Leben mache. Ich hatte noch nie eine so lange Beziehung, oder ein Hobby, welches ich so lange ausgeübt habe.»

Europa schreitet in grossen Schritten in Richtung Legalisierung. Hast du schon irgendwelche Business-Ideen?

Ich glaube, dafür befindet sich Europa schon zu fest in den Startlöchern mit CBD. Die grossen Produzenten, die jetzt CBD verkaufen, werden sicher bereit sein, wenn Gras legalisiert wird. Ich hatte aber schon lange mal die Idee, ein Kino zu eröffnen, in dem man rauchen darf. Immer, wenn ich einen Film schaue und jemand raucht, denke ich, boah jetzt hätte ich auch Lust. Ich würde dann so ein Wohlfühlkino einrichten mit ein paar gewissen Filmen, Getränken, Snacks – also wie ein Coffee Shop-Kino. Das fände ich richtig geil! 

Wie geht es deinem seelischen Tohuwabohu jetzt, wo du kurz vor der Veröffentlichung des Albums stehst? 

Wie mit vielem, was ich im Leben mache, erlebe ich gerade ein bisschen eine Hassliebe: Eigentlich ist mein Safe Space, an dem ich mich wohlfühle, nicht in der Öffentlichkeit. Aber das gehört einfach dazu. Eine steigende Popularität macht das natürlich nicht einfacher. Aber eben, es ist eine Hassliebe, ich kann gar nicht ohne. Alles was ich mache, die Musik und meine sonstigen Projekte, sind was ich am längsten schon im Leben mache. Ich hatte noch nie eine so lange Beziehung, oder ein Hobby, welches ich so lange ausgeübt habe. Deshalb ist es immer noch die schönste Sache der Welt für mich, aber immer auch wieder eine stressige Sache. Man macht sich viel Gedanken. Schlussendlich will ich ja auch was herausbringen, was gut ist. Und jeder Mensch ist doch auch auf der Suche nach Anerkennung und Liebe, und wenn man soviel Herz in etwas reingesteckt hat und Leute es nicht cool finden, dann tut das natürlich weh. Aber ich stehe hinter dem, was ich mache. Ich persönlich – und das ist das wichtigste – bin sehr zufrieden.

Wusstest du schon von Luuk's Jugend als Troublemaker, seinem nach eigenen Angaben schlechtesten Song und seiner Liebe für Yogurette? Check unser Video mit ihm auf Instagram:

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