Happy feministischer Kampftag, I guess!
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March
2021

Ein Denkanstoss

Happy feministischer Kampftag, I guess!

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2021

Ein Denkanstoss

Happy feministischer Kampftag, I guess!

Julia Tverskaya
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Happy feministischer Kampftag, I guess!
Quelle:
Reuters
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Auch 2021 ist es (leider) immer noch wichtig, dass wir gemeinsam auf Missstände aufmerksam machen und Erfolge von Frauen feiern. Dabei ist klar - am internationalen feministischen Kampftag kämpfen wir nicht nur für Cis-Frauen, sondern auch für non-binäre, agender, intersexuelle und Trans-Menschen.

Heute gehts darum, für alle zu kämpfen, die unter dem Patriarchat leiden. In diesem Text werden wir aber von Frauen sprechen. Denn wenn wir ganz ehrlich sind ist die CH-Rap Szene und die schweizer Medienlandschaft noch weit davon entfernt, eine so diskriminierungsfreie Atmosphäre zu bieten, dass auch Menschen, die sich nicht mit binären Gendern identifizieren einbezogen werden.

Wo fängt man an, wenn es darum geht, wieder einmal über Frauen im Rap, Sexismus im Rap und die entsprechende Verantwortung in der Musik- und Medienbranche zu schreiben. Was gibt es zu sagen, was nicht schon von Tausenden von kunst- und kulturschaffenden Frauen gesagt wurde und was möchte man fordern, was nicht bereits gefordert wurde.

Geredet wurde viel, gefordert wurde noch mehr. Trotzdem befinden wir uns noch heute an einem Punkt, wo man Frauen hinzuzieht, wenn man wieder einmal über Sexismus reden möchte – oder darüber, wie sexistisch man selber ganz bestimmt nicht ist. Gleichzeitig wird Frauen aber regelmässig zu spüren gegeben, dass sie sich dankbar zeigen müssen, überhaupt im Raum zu sein dürfen. Dies wurde diese Woche leider wieder einmal besonders deutlich, nachdem 78 mutige Journalistinnen in einem offenen Brief auf die sexistischen Missstände im grössten Schweizer Medienhaus Tamedia aufmerksam gemacht haben.

Dabei wäre Inklusion doch so einfach. Dabei wäre das ehrliche und aufrichtige Hinterfragen der eigenen Positionierung und eigener Machtposition schon einmal ein Anfang. Anstatt sich für das absolut Nötigste auf die Schulter zu klopfen, sollten wir uns, als Medienakteure darum bemühen Plattformen und Plätze für kunst- und kulturschaffende Frauen zu schaffen, sie zu inkludieren, darauf achten, wie und was wir über Frauen schreiben, wie wir sie porträtieren, und zwar immer -und nicht nur, wenn es mal wieder «trendy» und «woke» ist. Das wäre das Mindeste.

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Auch wir beim LYRICS Magazin tun uns immer wieder schwer damit. Und doch wollen und müssen wir uns dieser Verantwortung stellen.
Deshalb wollen wir diesen Tag nutzen, um Energie aufzutanken, uns gegenseitig zu empowern, als Community zusammenzustehen. Und diese Energie wollen wir direkt mitnehmen in eine Zukunft, in der die CH-Rap-Landschaft noch viel mehr von unseren talentierten Künstlerinnen profitieren darf.

Und ja, schaut man sich die gesellschaftliche Entwicklung an, so kann man Entwicklungen und Verbesserungen erkennen. Gerade junge Menschen setzen sich immer mehr ein im Kampf gegen Diskriminierung. Vieles wurde schon geleistet, vieles werden wir noch erreichen. Denn es gibt noch reichlich Luft nach oben – auch beim LYRICS Magazin. Als ein Teil der Schweizer Medienlandschaft ist es auch an uns, nicht nur von Inklusion zu reden, sondern diese auch zu leben.

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Heute feiern wir, dass die Schweizer Musikszene immer mehr mutige, starke und höchst talentierte Künstlerinnen begrüssen darf und sich somit verstärkt weiterentwickelt. Künstlerinnen und kulturschaffende Frauen, die unverfroren ihr Ding durchziehen – heute wie an allen anderen Tagen.
Im Rahmen des feministischen Kampftages haben wir jene Schweizer Künstlerinnen angefragt eine Videoaufnahme zu produzieren. Die Resonanz war zu erwarten, denn nach dem jahrelangen Lautsein, Fordern und trotzdem nicht gehört werden, reicht eben eine Aussage am feministischen Kampftag nicht mehr aus. Für uns bedeutet das: It’s a call to action!

Was aber jene kunst- und kulturschaffenden Frauen, die sich äussern wollten, zu sagen haben, hört ihr in dem Video:

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