Spotify löscht Fake-Follower: Diese CH-Rapper sind betroffen
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2020

Ein Streaming-Dienst räumt auf

Spotify löscht Fake-Follower: Diese CH-Rapper sind betroffen

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Ein Streaming-Dienst räumt auf

Spotify löscht Fake-Follower: Diese CH-Rapper sind betroffen

Spotify löscht Fake-Follower: Diese CH-Rapper sind betroffen
Quelle:
Sara Kurfeß on Unsplash
Es scheint, als sage Spotify den Streaming-Bots den Kampf an: Der Marktführer hat nämlich auf seiner Plattform die Fake-Follower ausgemistet. Auch Schweizer Artists verlieren über Nacht «Fans».

Wie ein Fake-Profil erkannt wird, dazu hat Spotify keine Angaben gemacht. Künstlern stumpfes Follower-Kaufen vorzuwerfen, wäre deshalb zu einfach. Schliesslich könnte auch eine längere Inaktivität oder ein anderes ungewöhnliches Nutzungsverhalten zu einer Löschung geführt haben. Was nicht in die nachfolgenden Zahlen einfliesst, sind gehackte Konten, die Follower und Streams generieren. Diese sind von der Löschung nicht betroffen, da sie weiterhin als aktive Konten registriert sind. Die nachfolgenden Zahlen sind deshalb mit Vorsicht zu geniessen.

«Lassen Sie Ihren Spotify-Account mit Hunderten, wenn nicht Tausenden von Followern wachsen, und lassen Sie Ihre Songs viral werden. Unser System liefert mühelos hunderte Spotify-Follower pro Tag mit einer 60-tägigen Nachfüllgarantie!» So werden die günstigen Follower-Käufe im Internet beworben. (Quelle: www.followersnet.com)

Blickt man ins Ausland, so scheinen sich die grossen Player eine ziemlich organische Spotify-Fanbase aufgebaut zu haben: Der unangefochtene Rap-Streaming-König Drake büsst zwar eine halbe Million virtueller Anhängerinnen und Anhänger ein, dennoch entspricht das lediglich etwas mehr als einem Prozent seiner Follower. Ebenfalls weitgehend unberührt: Capital Bra. Dem Berliner werden schon seit Hype-Beginn unsaubere Methode nachgesagt. Mit der Löschung von nur 0.6% seiner Follower liefert dieser aber den Gegenbeweis.

Etwas mehr als ihr Collab-Partner büsst Loredana ein: Ihr Konto zählte auf einen Schlag 42’000 Fans weniger - was ca. fünf Prozent der Gesamtfollowerschaft ausmacht.

Schaut man sich die Schweizer Szene an, büssen einige Künstlerinnen und Künstler an Follower ein: Skinny Stylus droppt von 4’500 auf 1’400 (ca. -70%). Die «good lookin’ boys» von GLB, die vor einigen Monaten in der 3+-Sendung «Adieu Heimat» noch von einem Grammy geträumt haben, büssen über Nacht ebenfalls zirka 90% ihrer Gefolgschaft ein. J. JKR, Ben Whale und S.M.D verlieren ebenfalls 50%. 5k-Member Les droppt von fast 1’500 auf 873 Follower. (Quelle: soundcharts.com)

Die Follower-Entwicklung von GLB (Quelle: soundcharts.com)

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Was zeigen uns diese Zahlen? Nicht sehr viel - aber sie lassen Interpretationsspielraum übrig. Was abschliessend gesagt werden kann: Der Erfolg der grössten und relevantesten Schweizer Urban-KünstlerInnen scheint zumindest auf echten Fans zu basieren. Say no to fake clicks, views & followers.

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