Milli54 hat genug von der SVP-Stimmungsmache
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August
2020

Grüezi Herr Glarner angekündigt

Milli54 hat genug von der SVP-Stimmungsmache

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Milli54 hat genug von der SVP-Stimmungsmache

Yannick Jauch
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Milli54 hat genug von der SVP-Stimmungsmache
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Grüezi Herr Glarner! Das vor kurzem viral gegangene SVP-Video hat Milli54 dazu bewegt, nach langer Zeit einen «Grüezi Herr Blocher»-Nachfolger aufzunehmen.

2012 releaste Milli54 seinen bis heute erfolgreichsten Song «Grüezi Herr Blocher». Damals prangerte Milli die Politik der SVP an. Als Gesicht und Angriffsfläche musste Christoph Blocher herhalten. Milli54 zeichnete ein Bild einer vergessenen, meist ausländischen Bevölkerungsgruppe, die sich in der wohlhabenden Schweiz Tag für Tag durchkämpfen muss. Der Dietiker gab diesen Leuten eine Stimme. Das Video ging durch die Decke und je mehr Zeit verging, desto mehr verlangten Fans einen Nachfolger.

8 Jahre und über 1,2 Millionen Klicks später scheint dieser Fan-Wunsch in Erfüllung zu gehen. Doch in dieser Zeit ist einiges passiert: Christoph Blocher ist schon seit 2014 nicht mehr im Nationalrat. Mittlerweile hat er nicht einmal mehr eine offizielle Funktion bei der SVP. An der Politik der Partei hat das nur wenig geändert. Der Hauptfokus liegt immer noch auf der Einwanderung und allgemeinen Ausländerfragen. Was sich verändert hat, sind eigentlich nur die Gesichter dahinter. Bester Beweis: das vor kurzem von Andreas Glarner gepostete Video zur Begrenzungsinitiative. Milli54 benennt den «Grüezi Herr Blocher»-Nachfolger deshalb auch nach dem momentan wahrscheinlich prominentesten SVP-Gesicht.

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Milli54s Instagram-Trailer macht mit den Original-Schauplätzen des Vorgängers und dem ähnlichen Soundbild nicht nur aus Nostalgiegründen Lust auf mehr. Der Teaser zeigt auch: Milli54 ist älter geworden, seine Message ist unverändert aber gefestigter und seine Ausdrucksweise hat sich weiterentwickelt. Das zeigt sich an pointierten Lines wie «Eusi Vätere händ nie glebt, sie händ gschaffet». Mit nur einem Satz gelingt es Milli54 ein Bild einer Migrantengeneration zu malen. Einer Generation, die nur den Antrieb hatte, ihren Kindern die Chancen zu ermöglichen, die ihr selbst nicht gegeben wurde. Was zusätzlich auffällt: Der Fokus liegt nicht mehr nur auf Migranten und Secondos. Auch die Schweizer Mitttelklasse wird mehrfach erwähnt. Denn Milli selbst will mit dem Song für Zusammenhalt sorgen. Zusammenhalt gegen eine Partei, die mit ihrem Programm erneut versucht, die Schweizer Gesellschaft zu teilen.

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