Loredana löscht ihren Instagram-Account: So nutzen Rap-Artists Social Media für Promo
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2020

Zahlreiche Rap-Artists haben es vorgemacht

Loredana löscht ihren Instagram-Account: So nutzen Rap-Artists Social Media für Promo

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2020

Zahlreiche Rap-Artists haben es vorgemacht

Loredana löscht ihren Instagram-Account: So nutzen Rap-Artists Social Media für Promo

Yannick Jauch
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Loredana löscht ihren Instagram-Account: So nutzen Rap-Artists Social Media für Promo
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Die Boulevardmedien sind in Aufruhr. Loredana hat ihren Instagram-Account deaktiviert. Die Klatschmagazine sehen die Rapperin deshalb schon unter dem Druck der Boykottaufrufe und Betrugsvorwürfe zusammenbrechen. Doch könnte es nicht auch ein Promo-Move sein? Zahlreiche Rapper*innen hätten es schon vorgemacht.

Ob Facebook, Instagram, TikTok oder Twitter: Social Media ist längst ein wichtiger Bestandteil der Musik-Szene geworden. Was zu Beginn als Mittel diente, um den Fans Nähe zu ihren Idolen zu vermitteln, ist längst zu einer eigenen Vermarktungsmaschinerie verkommen.

Nun hat Loredana ihren Insta-Account gelöscht. Nach all den Boykottforderungen, schwindenden Followerzahlen und den Betrugsvorwürfen rund um Petra Z. eigentlich auch nachvollziehbar, denn auch eine Person der Öffentlichkeit braucht mal etwas Ruhe. Die jüngere Vergangenheit hat aber gezeigt, dass man manchmal zweimal hinschauen muss - vor allem dann, wenn die Künstlerin auf dem Account ihrer Tochter munter weiterpostet. Shindy, Cro und andere haben schon gezeigt, wie man Social Media nutzen kann, um maximale Aufmerksamkeit generieren zu können.

Shindys Social-Media-Abwesenheit

Nach dem Rosenkrieg zwischen Bushido und Arafat war es für lange Zeit still um den Bietigheimer. Shindy zog sich für ein Jahr vollständig aus der Öffentlichkeit zurück. Das liess den Rapper zu einem richtigen Mythos aufsteigen. Fans wurden immer ungeduldiger und gehypter und verliehen ihm einen Quasi-Legendenstatus. Raptastisch und Konsorten wurden zu Privatdetektiven, spürten «geheime» Accounts auf und feuerten den Hype nur noch weiter an. Kurz vor der Promophase zum Comeback-Release war dann aber wieder alles beim Alten und Shindy bediente seinen Account wieder.

Auch heute noch hat er das Insta-Game nicht verlernt. Vor der Veröffentlichung der Single «Morning Sun» verpackte er seinen Account in ein «Corporate Design». Jeder Post wird mit einem eifarbigen Thumbnail präsentiert, sodass sein Account eher einer Farbpallette als einem Insta-Feed gleicht. Da wartet bestimmt etwas Grosses auf uns!

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Cros Neuanfang

Seinen Account nicht ganz gelöscht hat ein anderer Deutschrapper. Stattdessen hat Cro vor nicht ganz zwei Monaten seinen kompletten Feed bereinigt und durch eine Videomontage ersetzt, mit der er auf seine Karriere zurückblickte. Caption: «It’s been an honor.» Fans und Medien wurden unsicher: Ist das Cros Rücktritt?

Es folgten weitere kryptische Posts - Begräbnis der Panda-Maske auf Bali und eigenartige Songteaser inklusive. Bald wurde immer klarer, dass es sich mehr um einen Neuanfang als um einen endgültigen Schlussstrich unter seiner Musikerkarriere handelt. In der Zwischenzeit hat Cro die Single «Fall auf» releast und bekanntgegeben, dass er die Pandamaske beiseite legen will und durch einen persönlichen Maskenball ersetzen möchte.

Stormzys Albumpromo

2016: Die Medien waren schockiert: «Wo ist Stormzy?»  Mit der Insta-Account-Deaktivierung wendete der Brite einen der ältesten Tricks des Social-Media-Zeitalters an. Denn, was folgte war schnell klar: sein erstes Studio-Album «Gang Signs & Prayers». Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, der Medienaufruhr sorgte für Anspannung und Hype. Das Album ging Platin in Grossbritannien und sogar Pop-Ikone Adele gab zu, die LP sehr zu mögen.

RIP Ufo361

Ufo wusste schon immer, wie Vermarktung funktioniert. Wer kann sich nicht an die befremdliche Tiffany-Phase erinnern, in der er monatelang einen Puppenkopf anhimmelte? Ufos persönlicher Social Media-Marketing-Höhepunkt war allerdings, als er sich selbst sterben liess:

Mitte Juli 2018 gab der Rapper bekannt, dass er seine Karriere beenden wird. Es folgte ein sechsseitiger Abschiedsbrief, Fotos von seiner eigenen Beerdigung, «RIP Ufo»-Lines in Songs und natürlich die Ankündigung des grossen Verabschiedungskonzerts. Hype-Level: nur ein wenig tiefer als bei der Travis Scott-McDonalds-Collab.

Natürlich kam Ufo361 nur wenige Monate später fit und munter zurück und lieferte mehrere Releases. Die Aufmerksamkeit nach dem «unerwarteten» Comeback nahm er natürlich gerne mit.

Farid Bangs Twitter-Grind

Der Banger nutzte eine andere Plattform für einen speziellen Promo-Move. In seinem eigenen Regelbuch, um ein Banger zu werden, gibt es eine ganz spezielle Regel: die Regel Nr.3. Die besagt, dass echte Gangster kein Twitter haben. Um eine wichtigste Grundregel zu brechen, braucht es natürlich einen triftigen Grund: Fler. Farid richtete 2014 sich für eine Woche einen Twitter-Account ein, um Fler eine Woche lang mit Tweets zu dissen. Die Fans feierten es, die Aufmerksamkeit bekam er und Fler schäumte vor Wut - Ziel erreicht.

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