Golddiggin’
Wednesday
,
8
.
August
2019

#33

Golddiggin’

Wednesday
,
14
.
August
2019

#33

Golddiggin’

Valentin Oberholzer
Profil anzeigen
Golddiggin’
Quelle:
Rap erfreut sich bei der Schweizer Jugend einer grossen Beliebtheit. Talentierte (und auch untalentierte) Rapper spriessen im ganzen Land aus dem Boden, versuchen sich im Spitten und rufen bei den Fans eine Goldgräberstimmung hervor wie am Klondike Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Wir wagen uns in den Schlamm und machen uns auf die Suche nach den grössten und wertvollsten Goldnuggets, in der Hoffnung, möglicherweise sogar auf eine Goldader zu stossen. Unsere Funde präsentieren wir regelmässig im Segment «Golddiggin’».

MzumO – «Küste» feat. Breana Marin

MzumO hat schon in der letzten Ausgabe von Golddiggin’ einen weirden Mix zwischen Dancehall, Melancholie und Gesang abgegeben. Auch «Küste» setzt dort an, mit praktisch demselben Video mit Ausgangs-Aufnahmen des Rappers mit seinen Kollegen; diesmal lässt er aber noch einige französische Lines miteinfliessen. Die Schiene, die MzumO fährt, ist gewagt, funktioniert aber gut. Wem es gefällt, der kann sich MzumO auf Albumlänge mit dem Projekt «Madrugada» geben.

Clay & Dimetrix – «iitroffe»

Die Stimmung, die das Video und der Beat zu «iitroffe» vermitteln, erinnert beispielsweise an «Weck mich auf» von Samy Deluxe: dark, ernst, fast schon traurig. Clay und Dimetrix rappen aber so kompromisslos und hässig auf uns ein, dass man versteht: Die zwei wollen keinen Depri-Track rausbringen, sondern ihr lyrisches Handwerk und ihre Reimketten zum Besten geben. Das Duo ist definitiv ein Goldnugget, das man nicht ignorieren darf.

Begi Jones – «Momente»

Begi Jones macht den Eindruck, als würde er einfach nach Lust und Laune mit seinen Freunden Sound machen. Offensichtlich ist der junge Burgdorfer noch unerfahren und ein kleines bisschen kamerascheu, aber was er seine Hörer zweifellos fühlen lässt, ist die Liebe zur Musik. Dieser Chill-Track zeigt: Begi Jones ist ein Rohdiamant, der mit der richtigen Unterstützung das Potenzial hat, Wellen zu machen.

LAB – «Melodie Vom Tod»

Mit kratziger Stimme macht sich LAB daran, das Schweizer Rapgame auf seine eigene Art auseinanderzunehmen. Das ist raw Rap, wie ihn so mancher Fan im Mainstream vermisst. «Kein Teil vode Szene, denn die Mukke isch fürd Unterschicht» ist denn auch eine der prägendsten Zeilen des Songs. Wer auf der Suche nach Bars ist, wird bei LAB fündig.

Duan – «Onetake Ciddy #3 – Mary Poppins»

Therapie durch Rap; danach klingt Duans dritte «Onetake Ciddy»-Episode. Überaus reflektiert und ungezwungen rappt Duan locker über einen Chill-Lofi-Beat. Dabei spricht er über die Probleme und Struggles eines jungen Erwachsenen im 21. Jahrhundert und klingt dank seiner angenehmen Stimme nicht nur hörfällig, sondern auch relatable as fuck.

DJK – «Ferie»

Obwohl zahlreiche Schweizer in diesen Wochen wieder arbeiten oder zur Schule müssen, lässt DJK den Sommer noch einmal aufleben. «Ferie» hat weder den Anspruch an inhaltliche Tiefe noch einen lyrisch ausgeklügelten Text. Der Song soll einfach zum Zurücklehnen anregen, worauf auch das Chillout-Instrumental optimal zugeschnitten ist.

[artikel=1]

[artikel=2]

Artikel kommentieren

Weitere Artikel

mehr anzeigen
No items found.