Das kleine OAF bekommt ein grosses Line-Up
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2021

Future, Gunna, Apache207

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Das kleine OAF bekommt ein grosses Line-Up

Yannick Jauch
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Das kleine OAF bekommt ein grosses Line-Up
Quelle:
Andrea Stalder
Immerhin: Wenn auch im kleineren Rahmen, bekommen wir doch noch unser Openair Frauenfeld(li). Im September warten neben den üblichen internationalen Acts auch nationale Überraschungen.

Nach dem 18. September könnte sich alles endlich wieder ein wenig wie Normalität anfühlen: Das Frauenfeldli ist Geschichte, sorgte für unvergessliche Highlights und noch besser, das richtige OAF steht schon fast vor der Tür. Doch bleiben wir fürs Erste noch in der Gegenwart.

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Am vergangenen Freitag haben die Veranstalter das Line-Up fürs «Frauenfeldli» bekannt gegeben. Das «Frauenfeldli», quasi der kleine Bruder des grossen OAFs, wird im «familiären» Rahmen stattfinden: Nur 20’000 Zuschauer sind pro Tag zugelassen. Nur gerade 10’000 davon dürfen auf dem Zeltplatz übernachten. Neben der Frauenfelder Rekordlänge – 30 Acts verteilen sich auf 5 Konzerttage (14.9.-18.9.2021) – warten die Veranstalter mit Camping für 10’000 Gäste, daily Partys, Bars, Einkaufsmöglichkeiten und einigen einmaligen Überraschungen auf. Es fehlt also an nichts. Das wichtigste aber sind immer noch die Acts:

[1] Die Headliner

Future

Trap-Koryphäe Future ist am OAF bei weitem kein unbeschriebenes Blatt. Schon zum dritten Mal wird er die US-Rap-Fans in Frauenfeld verzaubern. Seit seinem Auftritt 2019 ist auch einiges an Material dazugekommen: Neben dem Kollaboalbum mit Lil Uzi Vert, seinem Solo-Album «High Off Life» warten vor allem Hit-Collabs wie «Life is Good» auf die OAF-Besucher.

Gunna

Der Atlanta Native ist zwar ein paar Jahre jünger als Future, ist aber auf bestem Weg, ein Trap-OG zu werden. Seit seinem letzten Auftritt 2019 hat sich auch einiges getan. Neben seinem Longplayer «Wunna», den er 2020 releaste, war er auf dem YSL-Sampler «Slime Language 2» vertreten. Wer weiss, vielleicht hat er ja den ein oder anderen Label-Partner dabei, um SL2-Songs zu performen.

Rin

Auch Rin beehrt die Frauenfelder Allmend schon zum 3. Mal. Nach seinem legendären Abriss in der Fabrik 2017 und dem logischen Schritt auf die grosse Bühne im Folgejahr, steht er nun wieder auf der Frauenfelder Main Stage – übrigens die einzige Bühne am Frauenfeldli.

Apache 207

Lange hat die Schweiz gewartet. Mit einer Live-Show von Apache wollte es aber nicht so ganz klappen. Im Frühling 2020 sollte er im Komplex 457 auftreten. Abgesagt. im Juli 2020 sollte er das OAF-Publikum heiss machen. Abgesagt. Und auch seine grosse Tour mit Stop im Hallenstadion fiel Covid zum Opfer und findet erst nächstes Jahr statt. Umso schöner, dass es jetzt doch zu klappen scheint.

Sido & Friends

Mr. Openair Frauenfeld himself Sido darf natürlich nicht fehlen. Der Berliner ist bereits zum etwa 7. Mal auf der Allmend zu sehen und gehört fast schon zum Inventar. Dieses Jahr – so lässt zumindest seine Ankündigung vermuten – auf eine etwas andere Art. Und zwar mit «Friends». Was das genau sein sollte, darüber kann nur vermutet werden: Jam-Sessions, Gastauftritte, alles ist möglich.

K.I.Z

Dass K.I.Z live funktionieren, haben sie schon mehrfach bewiesen: Am OAF beispielsweise vor genau 5 Jahren. Wer sich noch auf den Frauenfeldli-Gig einstimmen muss: Die Rap-Crew mit der kaum erreichten «Ich ficke euch alle»-Attitude hat erst im Juni mit «Rap über Hass» ein neues Album releast.

Raf Camora & Bonez MC

Ja, Raf Camora hat seine Karriere eigentlich beendet. Das heisst aber nicht, dass er sich nicht noch von uns verabschieden sollte. Der Wiener, der übrigens auch noch eine Tour zu seinem Album «Zenit» spielen wird, beehrt uns auf der Allmend noch ein (vielleicht) letztes Mal gemeinsam mit 187-Member Bonez MC.

[2] Die «Überraschungen»

Trotz des etwas kürzeren Line Ups dürfen auch einige Überraschungen nicht fehlen. Auch wenn sie etwas rarer gesät sind:

01099

Wer 01099 heute noch als Nonames betiltet hat den Schuss verpasst. In den letzten zwei Jahren hatte die Dresdner Crew einen der grössten Blowups innerhalb der Deutschrap-Szene. «Frisch» war ein Dauerbrenner, «Durstlöscher» kann dich immer noch durch den Restsommer tragen. Im Juli können wir sie erstmalig auf der OAF-Bühne bestaunen.

Boloboys

Während 01099 einen harmlosen Vibe transportierten, der irgendwie an deinen Gymi-Mitschüler vom Land erinnert, sieht es bei den Boloboys etwas anders aus. Die Crew um Makko, Sin Davis, Can mit Me$$r und Co. steht irgendwo zwischen Ami-Trap-Inspirationen, Drug-Talk, sehr viel Style und Liebe zu Bolo.

Ivorian Doll

Die Deutsch-Britin rappt seit gut zwei Jahren. Zuvor als YouTuberin unterwegs, startete sie mit Singles wie «Rumours» oder «Body Bag» innert kürzester Zeit eine erfolgreiche Rap-Karriere – und krönte sich schon selbst zur Queen of UK-Drill.

[3] Die Schweizer Acts

Das «Frauenfeldli» fährt mit überdurchschnittlich viel CH-Rap auf. Neben den Deutschrap-Exporten Monet192 und Loredana sind unter anderen Xen und Mimiks am Start.

Loredana

Bei der letzten durchgeführten Ausgabe des OAFs sagte die Rapperin noch kurzfristig ab. Jetzt soll es endlich mit dem langerwarteten Loredana-Slot klappen. Sollte ihr Kollaboalbum mit Mozzik wie erwartet vor dem Frauenfeldli releast werden, hat sie dann auch ordentlich neues Material für die Performance.

Monet192

Obwohl es seit März ruhig um den St. Galler ist, ist er überraschenderweise auf dem LineUp fürs «Frauenfeldli» zu finden. So ganz ruhig war es ja sowieso nicht, denn Farid Bang scheint Gefallen an ihm gefunden zu haben und disst ihn aktuell fast mehr als seine Langzeitfeinde Laas, MOK und Co.

Xen

Mit seinem neuen selbstbetitelten Album hat er den perfekten Boden für seine Frauenfeldli-Show gelegt. Wir freuen uns schon auf Songs wie «Hässig», «Chainsaw» aber auch smoothe Sommer-Tracks wie «Honig» – da werden Erinnerungen an die legendären PS-Auftritte wach.

Pronto

Der grösste Mundartrap-Export macht sich auf die grösste Bühne. Mit Hits wie «Priceless» oder seiner neusten Single «Dive» ist der Abriss garantiert.

Chilla

Die 27-jährige Waadt-Länderin geniesst in der Deutschschweiz nur wenig Aufmerksamkeit. Ihre Aufrufe bewegen sich aber in eigenen Sphären – dank französischer Fanbase. Das zwei Jahre alte «Oulala» zählt mehr als 6 Millionen Views und ihre meistgestreamte Single mit Jamule sogar fast 20 Millionen Streams auf Spotify.

Nativ

Gemeinsam mit Tour-DJ Amos hat Nativ schon auf gefühlt jeder Schweizer Bühne gestanden. Auch am Frauenfeldli wird der Bieler seinen verdienten Slot bekommen. Output, der noch nicht live präsentiert werden konnte, hat Nativ mehr als genug. Vor knapp einem Jahr releaste er seine EP «Mir geits würklech guet, i gseh nur so us» und erst seit dem 9.7. ist auch seine Kollabo-EP «Saved Erica On A Sunday Afternoon - De Nada» draussen.

Mimiks

Dass Mimiks das Festival-Game versteht hat er schon während mehrerer Ausgaben gezeigt – die «Jong & Hässig Reloaded»-Show, bei der er am Nachmittag bei glühender Hitze die grosse Bühne erst recht zum Brennen brachte.

Zum Abschluss eine fast vergessene Interview-Perle mit Mimiks.

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