Bushido hält sein Versprechen gegenüber Petra Z. - weshalb das eine gute Investition ist
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August
2020

Alles nur Image-Pflege?

Bushido hält sein Versprechen gegenüber Petra Z. - weshalb das eine gute Investition ist

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Alles nur Image-Pflege?

Bushido hält sein Versprechen gegenüber Petra Z. - weshalb das eine gute Investition ist

Yannick Jauch
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Bushido hält sein Versprechen gegenüber Petra Z. - weshalb das eine gute Investition ist
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Instagram
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Bushido lässt seinen Taten Worte folgen: Auf Instagram teilte er vor wenigen Tagen einen Zahlungsbeleg über 10'000 Euro. Empfängerin: Petra Z. Wir erklären dir, wieso er deshalb als grosser Gewinner aus dem Loredana-Skandal hervorgeht.

Die #boycottloredana-Affäre scheint abzuflachen. Einer ruft sie uns aber wieder ins Gedächtnis: Bushido. Nachdem vor Wochen bekannt wurde, dass die mutmasslich Geschädigte Petra Z. nicht einmal mehr die Beerdigung ihrer verstorbenen Mutter bezahlen konnte, war die Aufregung gross - und der Retter in Not schnell gefunden.

Unsere weiteren Learnings aus der #boycottloredana-Affäre kannst du hier nachlesen:

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Bushido sprach der Walliserin in einem Exklusiv-Interview mit 20 Minuten – wilde Zeiten, wenn ein Bushido der 20 Minuten ein Exlusiv-Interview gibt – sein Beileid aus und versprach ihr 10'000 Euro, um für die Beerdigung und eine verdiente Auszeit aufzukommen. Jetzt, fast drei Wochen nach dem Versprechen und nachdem das Angebot schon fast in Vergessenheit geraten war, meldet sich Bushido zurück und postet in seinen Insta-Storys ein Bild der Überweisung - ein cleverer Move.

Instagram

Boulevard-Medien, die Bushido in der Vergangenheit gerne als Rüpel-Rapper betitelten, berichten bereits von einer grossen Geste. Und natürlich ist es eine schöne Geste, wenn auch mit einem sehr faden Beigeschmack: Bushido beweist, dass er das Medien-Game, trotz einiger Rückschläge und Image-Kratzern, immer noch voll im Griff hat und dass er jede Situation zu seinem Vorteil nutzen kann. Als einer der wenigen hatte er den Mut, sich auf die Seite der populären, aber auch schnell als undifferenziert und naiv handelnd abgestempelten, Contra-Loredana-Seite zu stellen. Doch anstatt Loredana wie viele andere anzuprangern und zu ihrem Boykott aufzurufen, verlor Bushido kein negatives Wort über die Angeklagte und entschied sich hingegen für eine Tat mit positiver Aussenwirkung.

Damit bewies er einiges an kalkulatorischem Fingerspitzengefühl. Bushido präsentierte sich nahbar, empathisch, überlegt und, auch wenn diese 10'000 Euro bei 900'000.- Schaden nur ein Tropfen auf den heissen Stein sind, in den Augen vieler als guter Mensch. Petra freut sich natürlich, denn die Beweggründe sind ihr verständlicherweise egal. Doch In Wahrheit ist das ganze ein streng durchkalkulierter Marketing-Move. Bushido leistete sich selbst auf Kosten einer, sofern sich alle Anklagen bestätigen, schwer Geschädigten mit geringstem Aufwand ein wenig Image-Pflege. Der Rapper mischte sich bewusst in eine sehr emotional geführte Debatte ein, inszenierte sich dabei als Stimme der Vernunft und künstelte mit der «Meine Eltern sind auch verstorben»-Story eine emotionale Bindung zu Petra Z.: sehr durchschaubar, aber leider auch genauso effektiv.

Wie es der Zufall will, erscheint  in einem Monat sein neues Album «Sonny Black II». Beste Promo also. Und Bushido wäre nicht Bushido, wenn er nicht noch den ein oder anderen Marketing-Move einzustreuen wüsste, um die - glaubt man Fler - schwindenden Verkaufszahlen noch etwas anzukurbeln.

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