Beef in der Schweizer Modelandschaft
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November
2019

Hässig vs. NIKIN

Beef in der Schweizer Modelandschaft

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2019

Hässig vs. NIKIN

Beef in der Schweizer Modelandschaft

Beef in der Schweizer Modelandschaft
Quelle:
Interessanter Affront gegen das Bünzlitum oder unnötiger Hate? Mit einem provozierenden Instagram Post stichelt das Berner Trend-Modelabel Hässig gegen die Branchenkollegen Nikin. Es wurde sogar ein Anwalt herbeigezogen.

Eigentlich haben Hässig und Nikin einiges gemeinsam. Beide sind junge Schweizer Modelabels, deren Clothes bei Jugendlichen in der ganzen Schweiz immer mehr zu sehen sind. Und doch unterscheiden sie sich auch in vielen Punkten. Nikin aus Lenzburg im Aargau gibt sich mit ihrem Hauptverkaufspunkt der Nachhaltigkeit als das naturverbundene Label für die ganze Familie. Hässig aus Bern hält, was der Name verspricht. Im Kontrast zu Nikins farblich stimmigen Instagram Feed mit reichlich Bergen und Wiesen, präsentiert sich Hässig mit einer Galerie aus kuriosen Bildern, bemalten Zügen und politischem Aktivismus. Zwei Labels also, die sich aufgrund ihres verschiedenen Klientels kaum gegenseitig im Weg stehen. Und doch schien seitens Hässig am vergangenen Wochenende das Bedürfnis da zu sein, sich gegen die Aargauer zu positionieren. Am Samstag veröffentlichten sie einen Instagram-Post mit zwei Nikin-Werbebildern, darunter die Caption «la mode suisse» mit einem weinenden Emoji und dem Spruch, Nikin solle doch die Bäume den Eichhörnchen lassen.

COBEE posiert im hässig barbelé sweater
NIKIN setzt auf Natur und Nachhaltigkeit

Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus; während einige User, welche das Konzept von Hässig wohl nicht ganz verstanden haben, den Post als unnötigen Hate bezeichneten, sahen andere die Ironie darin, dass genau diese Reaktionen auf den Affront gegen das Schweizer Bünzlitum das Bünzlitum in sich darstellen. Hässig stellte klar, kein Problem mit dem nachhaltigen Ansatz von Nikin zu haben. Nikin entgegnete, passend zu ihrem «good vibes only» Mantra, mit einer Einladung zu sich. Hässig wiederum erwiderte, sie würden sich nach Sparbilleten nach Lenzburg umschauen.

Mail vom Anwalt

Bei diesen lockeren Sprüchen blieb es jedoch nicht, schon bald darauf veröffentlichte Hässig Screenshots von E-Mails mit Aufforderungen, die veröffentlichten Bilder zu löschen. Eines davon stammt von einem ziemlich wütenden Nikin-Model, welches auf einem der Bilder zu sehen war. Das andere E-Mail kommt, wie kann es anders sein, direkt vom Anwalt.

Während Hässig den Post also löscht, gibt sich Nikin wie gewohnt herrlich angepasst und postet eine Story von zwei Followern, Arm in Arm in einem Hässig und einem Nikin Pullover. Die Unterschrift: spread love. Es bleibt spannend, ob der Disput in eine nächste Runde geht.

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