Eine Auswahl der besten Rap-Musikvideos
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June
2019

Tag der Kamera

Eine Auswahl der besten Rap-Musikvideos

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2019

Tag der Kamera

Eine Auswahl der besten Rap-Musikvideos

Eine Auswahl der besten Rap-Musikvideos
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Heute ist Tag der Kamera. Heisst, es sollten die Resultate aus Fotografie und Videoproduktion gewürdigt und gefeiert werden. Deshalb blicken wir zurück in die letzten Jahre und besprechen einige der eindrücklichsten Rap-Clips und deren Produzenten.

EffE, Baba Uslender, Ensy: «Würsch sie» von Haris Dubica

Ganz im Stil des humorvollen Tracks der «Usländer Productions»-Crew rund um EffE, Baba Uslender und Ensy, liefert Haris Dubica ein Video aus der Badi. Durchzogen von popkulturellen Referenzen und Comic-Effekten, liefert Haris ein durchdachtes Videokonzept, welches anno 2013 eine gehörige Ladung Kreativität in die HipHop-Clips der Schweiz gebracht hat. Seinem Style ist er seitdem treu geblieben. Auch der Möchtegäng hat er zum stilsicher durchkonzeptionierten Video zu «Aber Ebe» verholfen. Seinen wilden, hyperaktiven Style schätzen auch Kunden wie Nemo, Dodo oder Baschi.

Tommy Vercetti : «La Ga La Si» von Pixelfarm

Obwohl das Konzept von animierten Rap-Clips in der Schweiz 2011 nicht ganz neu war – Breitbild hatte das beispielsweise mit «Mach si stolz» bereits Jahre zuvor schon probiert – hat es bis zu Tommy Vercettis Video «La Ga La Si» noch nie so dynamisch funktioniert. Das Berner Atelier für visuelle Kommunikation und Grafikdesign Pixelfarm ist verantwortlich für diese Animationen. Das Video besticht mit einem Blick durch alle Gesellschaftsschichten, fliessenden Übergängen durch ständiges Hinein- und Herauszoomen und starker Symbolik. Sicherlich wird auch Tommy Vercetti bei der Umsetzung mitgeholfen haben, schliesslich arbeitet der Mensch hinter der Kunstfigur Tommys im Pixlfarm-Atelier. Das Kreativbüro ist aber in der Schweiz Rapszene kein unbeschriebenes Blatt; so stecken sie beispielsweise hinter Artworks von Müslüm und Lo & Leduc.

LAFA, Sherry-ou: «ÄRA» von Thomas Jakebeatz Hof

Mit dem Song wollten die Basler eine neue Ära einläuten – ob sie das geschafft haben, sei dahingestellt. Was aber sicher ist: Das Video ist definitiv next level. Eine solche Hochglanzoptik haben bisher erst wenige in der Schweiz so eindrucksvoll hinbekommen wie Jakebeatz: Trostlose Location mitten in Islands Einöde, ein Flugzeugwrack, Luxusautos und gekonntes Colorgrading für die Ästhetik. «ÄRA» dürfte wohl das bisher beste Video aus Jakebeatz’ Portfolio sein. Zu diesem zählt übrigens auch «Wysse Golf» von Baze oder «Gib nid uf» von Baschi.

Nativ, Questbeatz: «Dice» von Tim Dürig

Tim Dürig ist der Mann, dem die Rap-Elite vertraut. Nach Videos für Manillio180km/h», «PSST!»), psycho’n’oddsflip»), davey6000rockstar») oder Lo & Leduc079», «Online») haben uns vor allem seine letzten Arbeiten zusammen mit Nativ geflashed. Mit «Nicce» visualisiert er den Struggle von Flüchtlingen, klagt den westlichen Lebensstil an und inszeniert Nativ als Warlord. Definitiv grosses Kino!

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Pronto: «LESSLY FINESSLY» von Atlaz Films

Atlaz ist die Konstante im CH-Rap-Game. Der Labelmanager von «No Basic» schiesst aber nicht nur die Videos seiner Crew, sondern beliefert etliche weitere Rapper mit Bildmaterial: Stereo Luchs, Ruff, Maestro, Leonid Rose oder Mia Madisson gehören beispielsweise zu seinem Kundenstamm. Sein in der Schweiz am besten geclicktes Video ist aber «LESSLY FINESSLY» von Pronto. Gekonnt fängt er die Romantik eines tropischen Landes ein. Nach dem Motto «style over substance» liefert Atlaz, auch ohne durchdachtes Videokonzept, sehr schöne Bilder.

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Videoproduktionen sind teuer. Geld ist im Schweizer Game leider oft immer noch knapp. Was mit dem richtigen Budget alles möglich ist, erfahren wir mit einem Blick über die Landesgrenze, wo Rap bereits zum Milliardengeschäft avanciert ist. Hier kommen einige der besten (und wahrscheinlich auch kostspieligsten) Rap-Kurzfilme der letzten Monate.

JAY Z, Beyoncé: «APESH*T»

No words needed. Wer sich für einen Videodreh den Louvre mieten kann und vor den wichtigsten Kunstwerken der letzten Jahrhunderte perfekt choreographiert Tänzerinnen und Tänzer posieren lässt, dessen Video kann gar nichts anderes als hohe (Film-)Kunst sein.

Bausa: «Was du Liebe nennst»

Da wir bereits von Geld gesprochen haben: Selten war es unterhaltsamer zuzuschauen, wie ein Mensch in vier Minuten 40k verprasst. Dank Bausas Charisma, Savagery des Cutters und viel Geprahle spielt «Was du Liebe nennst» sicher in den oberen Rängen der Deutschrap-Clips mit.

A$AP Rocky: «A$AP Forever»

In Sachen Ästhetik können sich viele eine Scheibe von Lord Pretty Flacko abschneiden. Zu seinem neuesten Werk «TESTING» hat er eine Reihe Videos released. Von «The Kids turned out fine», über «A$AP Forever», bis zu «Gunz N Butter»: Jedes seiner Videos ist durchgestyled, mit ordentlich Symbolik und Kritik versehen und passt perfekt in das verdrogte Gesamtkonzept seines Alternative-Rap-Albums. Ganz in Manier seines Directors Dexter Navy, sieht deshalb auch das Video zu «A$AP Forever» aus wie ein Trip.

Childish Gambino: «This is America»

Trotz starker Konkurrenz konnte sich dieses Jahr durch eine starke Tanzchoreographie Childish Gambino den Titel «bestes Video» sichern. Vor erst sechs Tagen konnte er an der BET-Gala den Preis für sein Werk entgegennehmen. Seine Erfahrung als Schauspieler wird ihm beim Dreh sicherlich zugutegekommen sein. Schliesslich wird er durch seine Rolle in der TV-Sitcom «Community», seiner eigenen Serie «Atlanta» oder in den «Star Wars»-Filmen sicher vor der Kamera geworden sein.

Drake: «God’s Plan»

2018 konnte sich auch Drake den BET-Titel nach Hause holen. Drakes Inszenierung als barmherziger Wohltäter konnte nicht nur die Jury, sondern auch die Internet-Community überzeugen. Über eine Milliarde Aufrufe zählt das Video bis heute – vielleicht auch wegen dem kreativen Skript.

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