



Parazh erklärt, dass er gerne vor Publikum steht und genau das schon seit immer: «vor Leuten zu performen, Neues auszuprobieren und dabei auf mich selbst vertrauen.» Er erinnert sich daran, wie er in der Schule mit Freunden Freestyle-Sessions startete, und schliesslich die Clips hochlud. Aus dieser Haltung heraus entstand sein Weg in der Kunst: etwas Neues zu bringen, nicht dem schon bekanntem Sound hinterherzulaufen.
Im Interview zeichnet sich ein klares Bild vom Zustand des Schweizer Rap: Das Underground-Game rüttelt die ganze Schweiz wach. Parazh lobt dabei die starke Community, in der sich Artists gegenseitig pushen und unterstützen. Er nennt Biggum und Meozinho, deren Kollektiv Pflanzer FM als eine zentrale Kraft der Bewegung fungiert. Der Buzz um den Swissrap wächst, und er fühlt sich Teil dieses Aufbruchs, der auch draussen langsam respektiert wird.
Auch am diesjährigen SRF Bounce Cypher, eines der grössten jährlichen Events in der Schweizer Hip-Hop-Szene, lieferte Parazh makellos ab. Er war einer der jüngsten Acts, trat aber mit echtem Selbstbewusstsein auf und lieferte ein messerscharfes PenGame, das auch Veteranen wie Pablo grinsend anerkannten. Parazh schlägt die Brücke zwischen Nachwuchs und Established und positioniert sich damit als einer der treibenden Motoren der Bewegung.
Ob ein Album kommt oder weitere Singles folgen, lässt der 16-jährige offen, doch der Geruch von neuen Drops liegt in der Luft. Die Botschaft an die Fans: Bleibt dran, folgt ihm, und wartet auf das, was als Nächstes kommt.