Einige Facts aus der grossen Marketing-Coverstory
Friday
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7
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July
2019

LYRICS Magazin #017 out now

Einige Facts aus der grossen Marketing-Coverstory

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2019

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Einige Facts aus der grossen Marketing-Coverstory

Einige Facts aus der grossen Marketing-Coverstory
Quelle:
Während den Arbeiten zur neuen Ausgabe, welche ab heute in den Kiosks der Deutschschweiz stehen, haben unsere Journalisten einige interessante Erkenntnisse zutage getragen. Hier kommen einige der erstaunlichsten Facts aus der Ausgabe Nr. 17.

Rap ist eine Millionenindustrie. Es verwundert deshalb nicht, dass hinter den Kulissen vieles kalkuliert wird. Heutzutage werden Tour-Routen durch Algorithmen festgelegt: Shazam und Spotify tracken, wo die Songs der KünstlerInnen am fleissigsten gestreamt werden. Streaming füttert nicht: Was Dawill, Tommy Vercetti und co. schon länger predigen, bestätigt auch eine Studie. Das oberste Prozent der Künstlerinnen und Künstler kassierte im Jahr 2013 77% der gesamten, durch die globale Musikindustrie erwirtschafteten Einnahmen. Die Einkommensschere klafft immer weiter auf. Populäre Musik wird recycled. Auch das scheint nachgewiesen zu sein. Eine Studie besagt, dass wir alte Songs mit neuer Instrumentalisierung und dem Hochkurbeln des Lautstärken-Masterings immer wieder zu hören bekommen. Alles klingt gleich: Aufgrund einer Big-Data-Analyse befürchten Experten ein sogenanntes «Clustering», eine zunehmende Gleichheit der Styles und Genres. Eine Studie des nationalen Forschungsrats Spaniens, welche über 450'000 Songs zwischen 1955 und 2010 analysierte, kam zur ernüchternden Einschätzung: Populäre Musik wird immer fader und vorhersehbarer .

Mit Yanik Stebler, Manager, haben wir über die vermeintliche Unabhängigkeit der 187 Strassenbande gesprochen: «Die 187 Strassenbande arbeiten mit ihrem Label mit Universal im Vertrieb und sind meines Wissens nach international im Vertrieb bei einem grossen Indie-Vertrieb. Eine Booking-Agentur haben sie auch und viele weitere Partner, die im Hintergrund agieren. Das ist alles andere als unabhängig. Acts wie die 187 Strassenbande machen das natürlich verdammt schlau: Sie handeln einen Vetriebs-Deal, aber keinen Künstlervertrag aus. So können sie vor jedem Release von einer Finanzspritze profitieren und gleichzeitig «independent» bleiben. Und dazu kommt, dass sich auch niemand gross in ihren Kreativprozess einmischen kann und darf, weil sie keinen Künstlervertrag haben.»Auch Dawill kritisiert die Industrie. Auf den Wahn rund um Zahlen antwortet er: Fick auf die Zahlen! Ich weiss, es ist schwierig. Am Anfang wird man von ihnen geblendet. Es ist aber mehr Wert, eine organisch gewachsene Fanbase im Rücken zu haben. Es braucht zwar Zeit und Geduld, aber du baust dir echte Beziehungen zu deinen Leuten auf und es bringt dir schlussendlich nichts, wenn du auf Spotify millionenschwer bist, aber die Hallen an den Konzerten leer sind.»Die ganzen Interviews mit Yanik und Dawill gibt’s in der neuen Ausgabe, welche ab heute in den Kiosks bereit steht. Du kannst sie auch in unserem Online-Shop bestellen.

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