Travis Scott verfilmt seinen Höhenflug. Hat auch CH-Rap Geschichten für einen Doku-Blockbuster?
Thursday
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August
2019

«Look Mom I Can Fly»

Travis Scott verfilmt seinen Höhenflug. Hat auch CH-Rap Geschichten für einen Doku-Blockbuster?

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August
2019

«Look Mom I Can Fly»

Travis Scott verfilmt seinen Höhenflug. Hat auch CH-Rap Geschichten für einen Doku-Blockbuster?

Travis Scott verfilmt seinen Höhenflug. Hat auch CH-Rap Geschichten für einen Doku-Blockbuster?
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Netflix liefert zusammen mit Travis Scott eine Dokumentation über den Aufstieg in die Top-Riege der US-Rapper. Wir fragen uns: Gibt es auch in der Schweiz Personen, deren Storyline auf Filmlänge fesseln könnte?

Die Behauptung, dass Travis Scott momentan der grösste Rap-Star seiner Generation darstellt, ist nicht aus der Luft gegriffen. Die Hallen sind sold out, die Streaming-Zahlen höher, sein Gesicht unausweichlich präsent. Fans campen vor Sneakerstores, um die kleinste Chance auf seine neuesten Schuhe zu erhaschen, seine Beziehung mit dem unangefochtenen It-Girl Nr. 1 Kylie Jenner ist Stammthema in den Klatschblättern. Soundcloud wird mit vermeintlichen Leaks zugekleistert, Instagram-Fanseiten gibt es Tausende. Der Hype ist real – und kein Ende ist in Sicht. Die Entscheidung von Netflix, eine Dokumentation über den Rapper, der für viele das Idol unserer Zeit ist, zu machen, ist daher kaum verwunderlich.

«Look Mom I Can Fly»

Heute ist der Film über den Aufstieg und den vorläufigen Zenit erschienen. Aufnahmen von Crowds im Rage-Modus unterstreichen den angepriesenen Status des US-Rappers. Während er auf sein Leben zurückblickt und die verschiedenen Stationen Revue passieren lässt: Von Kindheitsvideos über den Label-Deal mit Kanye West bis zu seinem Superbowl-Halbzeit-Bombast.

Falls den Kreativen in den Netflix-Büros die Ideen ausgehen, liefern wir drei Namen mit Geschichten, welche sich spannend verfilmen liessen.

Strassengeschichten von Besko

Problemjugend. Knast. Musterhäftling. Freilassung. Ausschaffung. Rückfall. Was sich wie ein trister Jugendroman liest, ist die Geschichte von Besko. Der Rapper aus Zürich hat filmreife Szenen hinter sich – allerdings auch einige feindselige Schlagzeilen der Medien. Eine Dokumentation, in welcher Besko realtalk-mässig mit Gerüchten, Anklagen und Fakten aufräumt, dürfte viele Schweizerinnen und Schweizer interessieren. Durch die Medienpräsenz aufgebauschte Prominenz des Rappers würde es der Film definitiv in die Watchlist der Konsumenten schaffen.

HipHop-Pioniere unter sich: Die Geschichte von Black Tiger

Der vermutlich erste Rap-Song auf Mundart wurde 1991 eingerappt. Der Junge am Mikrofon heisst MC Black Tiger. Ein erster Schritt in das, was wir heute unsere Rap-Szene nennen. In den Folgejahren entfalten die gesetzten Impulse von Black Tiger seine Wirkung: Es gibt vermehrt Jams, Partys. Es entsteht eine Community. Die Geschichte des legendären MCs, visuell unterstützt von Footage-Aufnahmen aus den 90ern, stilecht in grobkörnigem Film und Knistern auf den Audiospuren, gäbe den Realkeepern und HipHop-Nerds den Nostalgie-Kick.

Loredana: Aufstieg wie im Märchen

Nach der obligatorischen Schulzeit steht Loredana ohne Ausbildung da. Trotz oder gerade wegen ihrer Perspektivlosigkeit fängt die Kosovarin mit Lip-Sync-Videos an. Und die schlagen wie eine Bombe ein. Kometenhaft gelingt Loredana der Sprung zur gutverdienenden Influencerin. Die Ehe mit Mozzik – Liebe auf den ersten Blick – kommt schnell, die erste Tochter Hana lässt nicht lange auf sich warten. Ganz nebenbei schüttelt Loredana die Mainstream-Hits aus dem Ärmel. Ein Bilderbuch-Märchen à la Disney könnte die Verfilmung von Loredanas Leben sein. Das wäre zumindest ein Ansatz, der sich bei Loredana anbieten würde.Wenn Netflix allerdings lieber die Zielgruppe der TV-Juristen-Fans abholt, könnten sie auch eine Gerichts-Doku rund um die Verhandlungen im Fall «Petra Z.» (LINK) drehen. Oder aber sie beleben den Mafia-Flavour im Stile «The Godfather» wieder und Loredana packt über ihre Machenschaften, für welche sie momentan rechtliche Konsequenzen zu spüren bekommt, aus. Im Video zu «BONNIE & CLYDE» zeigt sie zumindest, dass sie die Gangster-Ästhetik vor der Kamera beherrscht.

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