Wer hat sich nicht schon einmal auf eine einsame Insel mit weissen Stränden geträumt, auf der alles in Ordnung zu sein scheint. Wer sich alleine auf einer Insel befindet – möge sie noch so schön sein – läuft jedoch Gefahr, sich auf Dauer abzuschotten. Mit diesem Dilemma spielt Freeze in seinem Track «Insle». Der Wohlstand in der Schweiz ist zwar vorhanden, die Bereitschaft diesen zu teilen aber nicht. Die aktuelle Situation rüttelt am Weltbild jener, die sich immer noch auf einer «Insel der Glückseligen» wähnen, wie Freeze auf seiner Website schreibt. Der Song appelliert an die Solidarität unserer Gesellschaft und macht vor allem in Zeiten des Virus klar, dass wir Teil eines Ganzen sind und Grenzen daran nichts ändern. Wie auch in der Originalversion steuert der Luzerner Songwriter Henrik Belden den Refrain bei, der dem Song etwas Chansonartiges verleiht. Musikalisch liegt der neuen Version von «Insle» eine Akustikgitarre zugrunde, die die Message des Songs perfekt zum Tragen kommen lässt. Wer sich jedoch nach Kick und Snares sehnt, dem sei die Originalversion empfohlen, die durch einen Latin angehauchten Beat überzeugt.