«1995»
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2019

Flashback History

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«1995»
Quelle:
YouTube.com, srf.ch
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Wie war das damals, als Schweizer Rap noch in den Kinderschuhen steckte? Wir nehmen dich mit auf eine Reise zurück und widmen uns Jahr für Jahr den wichtigsten Veröffentlichungen, Geschehnissen und Charakteristika des Mundart-Raps. Dafür recherchieren wir und unterhalten uns mit Zeitzeugen, erheben aber trotzdem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Im Mundart-Rap Jahr 1995 kam man um einen Namen nicht herum: E.K.R. Der Sohn der Zürcher Langstrasse alias «Ein König regiert» sorgte dazumal mit seinem Debut-Longplayer mit dem gleichnamigen Titel «E.K.R.» für neues Rap-Fieber. Zwar war er in der Szene bereits bekannt, etwa als DJ, für seine Beats auf der ersten Platte der «Fresh Stuff»-Reihe (1990) oder für die Mitgründung eines der ersten Graffiti-Magazine «14k» im Jahr 1988. Doch war es sein mehrheitlich selbst produziertes und in London aufgenommenes Debut, dass schliesslich das Fundament für seinen Legendenstatus legte – und damit auch für Schweizer Rap: Songs wie «Oh Susi» – den man bereits aus «Fresh Stuff 4» kannte – oder «7siech» machten ihre ersten Runden durch Schweizer Schulhöfe.  

Noch mehr «Rap us Züri» bot Mitte der Neunzigerjahre ein Freestyle-Zusammenschnitt der Herren Bligg, Lügner und Tiisär. Spontan aufgenommen in Lügners Studio, von DJ Marc (Cutmando) live gecuttet und schliesslich auf Vinyl gepresst, ist das historische Werk auch ein erstes Lebenszeichen des noch jungen und hungrigen Bligg. Laut punkrap.ch (Lügner) bewies er mit seinem «schnoddrigen und kompromisslosen Rapstyle» damals, dass «Rap im Zürcher Dialekt richtig abgehen kann». Historisch ist es auch deshalb, weil die auf 300 Stück limitierte Platte als Grundstein für die Zürcher Schule galt, die auch über die Kantonsgrenze hinaus für Inspiration sorgte. Mit den dialektalen Beschriftungen «am hebel de dj marc» oder «eltere hebed eui chind – vulgäri schpraach» ist das Schmuckstück ein echtes Zeitzeugendokument und wenn es nach OG Shape geht: «ein legendäres Ding».

Bereits im Jahr 1993 waren Lügner alias Jacob The Liar und DJ Marc in der Formation Mamanatua mit ihrem allerersten Projekt am Start. Mehr dazu findest du hier:

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Lügner, der als gelernter Toningenieur als einer der ersten ein Tonstudio baute und betrieb, eröffnete nicht nur Bligg Möglichkeiten. Auch GleisZwei oder später Rennie von Sektion Kuchikäschtli nahmen ihre Raps dort auf. Das Studio mit dem Namen FORKrekordings war damit ein wesentlicher Dreh- und Angelpunkt der Zürcher- aber auch landesweiten Rap-Szene. Im Interview mit Raphaël Maussion, der für seine Bachelorarbeit über das Musikschaffen im digitalen Wandel schrieb, dreht Koryphäe Lügner die Zeit zurück und erzählt Anekdoten aus der Schweizer Rap-Szene Mitte der Neunziger.

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