Eure Meinungen zu «Wenn HipHop einen auf Pop macht»
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November
2020

«Ich höre lieber guten Pop als whacken Rap!»

Eure Meinungen zu «Wenn HipHop einen auf Pop macht»

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November
2020

«Ich höre lieber guten Pop als whacken Rap!»

Eure Meinungen zu «Wenn HipHop einen auf Pop macht»

Eure Meinungen zu «Wenn HipHop einen auf Pop macht»
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Im Rahmen unserer Kolumne mit dem Titel «Wenn HipHop einen auf Pop macht» haben wir euch auf Instagram gefragt, wie man damit umgehen sollte, wenn ein Rapper seinen Style nach und nach ans Radio anpasst. Hier sind eure Statements.

[1] «Solange noch Passion vorhanden ist…»

Eine grosse Gruppe empfindet das Spasshaben an der Musikproduktion als wichtigsten Faktor. Sobald die Musik nicht mehr authentisch wirkt und sich der Artist nur fürs Geld verstellt, ist aber eine Grenze erreicht:

«Solange es die Artist machen, weil sie es gern machen und sich nicht für Cash machen, ist alles gut.»
«Leute zu judgen, weil sie etwas machen, das ihnen Spass macht, ist unterste Schublade.»
«Künstler sollen machen, was sie wollen - genre-unabhängig!»
«Solange Künstler machen, was sie gerne machen und die Musik feiern, feiere ich es auch.»
«Nein es soll einfach jeder sein Ding durchziehen. Musik ist Musik.»
«Wenn es real ist, wie beispielsweise bei Apache 207, ist es doch cool. Bei vielen merkt man aber, dass man sich nur für Fame veränderte.»

[2] «Der Grad der Veränderung machts aus!»

«Schade ist, wenn man den Style komplett ändert: Dave rappte früher so nice, heute feiere ich es nicht mehr.»
«Kommt ganz drauf an, was der Artist früher für Musik gemacht hatte.»

[3] Die Savas-Diskussion:

Ein Mitglied unserer Community fuhr mit folgendem Savas-Zitat auf:

«Wie Savas sagen würde: «Du hast nix mit Rap zu tun, Rap hat dir nix getan, lass ihn.»»

Was einige Leser veranlasste, das Statement zu kommentieren:

«Da wird einer zitiert, der selbst radiotauglich ist…»
«Geiles Beispiel… vor allem, weil Savas letztes Jahr nicht einen riesigen Radio-Hit mit Rae Garvey hatte, einige Hörer sind schon etwas lost…»
«Wow, Savas ist ein schlechtes Beispiel: Früher einen auf Realkeeper gemacht, heute weichgespülter Radio-Rapper.»

[4] LCone, die Kontroverse

Bei LCone scheiden sich die Geister. Während die einen LCones radiotauglicheren Ansatz feiern, sehen andere ein Problem in seiner Musik.

«Eigentlich ist es gar nicht schlimm. Schlimm sind eher Songs wie «Saurus». Das ist für mich kein HipHop mehr.»
«Für mich ist es entscheidend, wie sich der Artist auf den Popdingern lyrisch gibt. LCone macht es sehr cool.»

[5] Du hast es geschafft, wenn du ohne Anbiederung im Radio gespielt wirst:

Einige sehen in der Anpassung ein Problem: Denn scheinbar kann auch die Qualität über Airplay entscheiden. Qualität setzt sich bekanntlich durch.

«Es ist eine heftige Aktion, wenn man es ohne radiotaugliche Tracks ins Radio schafft.»
«Geil ist doch, wenn es jemand schafft, nicht radiotaugliche Musik im Radio zu platzieren.»

[6] Gute Musik ist gute Musik:

«Ich höre lieber dopen Pop als whacken Rap.»
«Nein, solange es ballert…»
«Gute Musik ist gute Musik und schlechte Musik bleibt schlecht.»

[7] Rap ist sowieso schon Pop-Kultur:

«Was es noch zu sagen gibt, Rap ist grösstenteils Mainstream (vor allem bei den Jüngeren).»
«Sobald es Mainstream ist, soll es kein HipHop mehr sein? Also sind Eminem, 2Pac und Co. kein HipHop?»
«Pop-Rap = Subgenre von Rap: Es gibt immer mehr Crossovers, so entstehen immer mehr neue Subgenres. Das gefällt mir!»

[8] Auch Erfolg kann real sein:

Viele empfinden Erfolg als den Höhepunkt von Realness:

«Bis zu einem gewissen Punkt ist es voll easy, Erfolg kann schliesslich auch real sein. Nur Bligg ist nie real…»
«In der Schweiz ist es fast unmöglich von Rap zu leben, also gibt es keine andere Option.»
«Überhaupt nicht schlimm, wenn auch das kommunizierte Ziel ist, dass man Reichweite erreichen will.»
«Solange der Artist Ziele hat, soll er die auch erreichen können. Auch wenn man den Artist danach nicht mehr hören will.»
«Jeder soll machen, was es braucht, um seinen Traum zu erreichen. Just gotta stay real! Sonst funktioniert nicht».
«Solange noch gerast wird, sind Erfolg und Karriere durchaus kompatibel mit Rap.»
«Wahre Hustler nehmen das Geld wie es kommt, wenn nicht mit Rap, dann mit Pop.»
«War schon immer so… da ist nichts Verwerfliches bei. Erfolg ist Erfolg!»

[9] Die «Es ist nicht schlimm, aber kein Rap…»-Fraktion

«Nein, jeder kann machen, was er will. Jedoch sollte man es dann nicht mehr Rap oder HipHop nennen.»
«Nicht schlimm, man soll sich dann einfach nicht mehr Rapper nennen…»
«Es ist total abhängig davon, für welches Radio man sich verändert. Wenn die Musik plötzlich im Mainstream-Radio läuft, ist es halt kein Rap mehr.»
«Das können Rapper schon machen, müssen einfach damit leben, dass es dann kein Rap mehr ist.»
«Schlimm ist es nicht, man kann es wie Bligg machen und unter dem Genre Pop veröffentlichen.»

Fazit:

Die Meinung wird vom grössten Teil der Community geteilt. Denn auch bei euch ist durchaus ein Gespür für unsere hiesige Szene vorhanden. Fakt ist, die Optionen auf dem Schweizer Musikmarkt sind begrenzt. So stellt sich einem Rap-Artist schnell einmal die Frage, will ich hauptberuflich Musik machen? Will ich voll auf die Karte Rap setzen? Entscheidet man sich für das Risiko Musik, so ist für euch klar, dass man gewisse musikalische Anpassungen und Kompromisse eingehen muss.

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