Diese Songs haben Künstler*innen zum Durchbruch verholfen
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2020

Bahnbrechende Hits

Diese Songs haben Künstler*innen zum Durchbruch verholfen

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2020

Bahnbrechende Hits

Diese Songs haben Künstler*innen zum Durchbruch verholfen

Moritz Wey
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Diese Songs haben Künstler*innen zum Durchbruch verholfen
Quelle:
YouTube
Der Zündstoff für den Karriere-Boost: Diese Hits sind von gestandenen Künstler*innen nicht mehr wegzudenken

Skor – «I de Schwiiz»

«Oh, you do Rap Music?» Während seinem halbjährigen New-York-Aufenthalt wurde Skor immer wieder belächelt. Zu klischeehaft schien ihm das Bild der Schweiz nach aussen. Kurzum setzte er sich eines Nachts hin und schrieb «I de Schwiiz» – ein Song der vielen hier lebenden Menschen aus der Seele spricht. Im Radio läuft der Hit rauf und runter und es öffnen sich plötzlich Türen, wo vorher keine waren. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Der Druck nachzulegen steigt und der Zürcher Rapper findet sich nach seiner Rückkehr schnell in der Schublade «gesellschaftskritisch & politisch» wieder, obwohl er auch ganz anders kann.

Xen – «Sandchaste»

Als zweite Single releast, hob «Sandchaste» als Auskopplung des Magnum-Opus-Albums «Ich gäge mich» Schweizer Strassen-Rap auf ein neues Level. Ein goldgegangener Durchbruchshit, der heute noch genauso wie damals brennt.

Lo & Leduc – «Jung verdammt»

Als Leduc 2014 auf dem neu veröffentlichten Album «Zucker fürs Volk» vom «Tüfu im rote Chleid» sang, konnte noch niemand erahnen, dass sich der Song «Jung verdammt» zum Top-3-Hit entwickeln und wie auch das Album Platin-Status erreichen würde.

Pronto – «Clean»

Der Schweizer King of Zeitgeist im Rap-Game war mit diesem Gold-Hit 2016 plötzlich in aller Munde und erntete dafür auch aus dem Ausland Ruhm. Für das Video fuhren Pronto und seine Jungs extra nach Mailand zum Shoppen.  

Manillio – «Stärne»

Manillios Karriere hat mit «Stärne» einen neuen Anlauf genommen. Der Song hat einen eingängigen Beat und ist auch lyrisch sehr zugänglich – visiert damit also zu Recht mehr auf die breitere Masse. Obwohl Neezy mittlerweile erfolgreichere Songs releast hat, beförderte ihn dieser Song ein Stück mehr in Richtung Sterne.

Steff La Cheffe – «Annabelle»

Nachdem Steff La Cheffe in erster Linie als vielversprechende Beatboxerin wahrgenommen wurde – 2009 erreichte sie den Vizemeistertitel an der Beatbox-Weltmeisterschaft in der Kategorie «Female» – veröffentlichte sie 2010 ihr Debutalbum «Bittersüessi Pille». Darauf zu finden: «Annabelle», ein eingängiger Hit, der dem Album zu Platz sieben der Hitparade und ihr zur Bekanntheit verhalf. Drei Jahre später ebnete ihr zweiter grosser Hit «Ha ke Ahnig» schliesslich den Zugang zu den grössten Bühnen des Landes.  

Cobee – «Trink mit mir»

Bei Cobee ist besonders bemerkenswert, dass sein erster Song für den Durchbruch sorgte, der ihn szeneweit schnell als einer der vielversprechendsten Newcomer auf die CH-Rap-Karte setzte. Zu diesem Zeitpunkt war einzig gewiss, dass er dem S.O.S.-Umfeld entstammte. Mit «Trink mit mir» etablierte der Neuzeitkünstler einen bis dato ungewohnten musikalischen Zugang und fiel durch seine spezifische Lingo auf.  

Milli54 – «Grüezi Herr Blocher»

Anfang 2012: Christoph Blocher sitzt erst seit wenigen Monaten wieder im Nationalrat, seine Strahlkraft dauert jedoch schon Jahre an. Für die junge und durchmischte Bevölkerung der Schweiz steht der Name Blocher nur für eins: Der Kopf einer fremdenfeindlichen und hetzenden Politik, deren Mitglieder Plakate mit den Worten «Drecksjugos» und «Sautürken» veröffentlichen. Genau darum richtet der noch junge Dietiker Milli54 seine deutlichen Worte an ihn – und findet damit offensichtlich viel Zuspruch. Ein Jahr später hat das Video bereits eine halbe Million Klicks gesammelt – gemessen an dieser Zeit sehr bedeutend. Obwohl Milli54 kurz davor ist, einen würdigen Nachfolger-Song zu releasen und in Zwischenzeit bereits zwei weitere Alben veröffentlicht hat, wollte er den kleinen Hype gar nicht für seine Karriere nutzen und vertiefte sich zunächst in seine Ausbildung als Koch.

Nemo – «Cypher-Part 2016»

Der wohl wichtigste Cypher-Part im Jahr 2016: Der erst 16 Jahre alte Nemo reisst das SRF-Virus-Studio ab. Das schlägt Wellen, die über die Szene hinaus schlagen. Seine Likes auf Facebook verfünffachen sich. Gleichzeitig schafft er es, den Rap-Pop-Spagat zu meistern und sowohl bei den Eingefleischten wie auch bei den Szene-Fremden Talent anerkennt zu bekommen. Ein wahrhaftiges Sprungbrett.

S.O.S. – «Candomblé»

Darauf konnte man sich einigen: Nativ und Dawill läuteten mit dem Titeltrack des gleichnamigen Albums eine neue Ära ein. Frisch, kreativ und verdammt wild – aber nicht ohne Message. Ein Hit der zwar nicht zum Superkassenschlager mutierte, jedoch ein stabiles und nachhaltiges Wachstum einer regelrechten Bewegung im Schweizer Rap andeutete.

Greis – «Teil vo dr Lösig»

Bei Greis fällt es nicht leicht, den einen Durchbruch-Hit zu eruieren. Schliesslich hat er auch nicht den einen kommerziellen Über-Hit geschrieben. Mit seinem zweiten Album «2» hat er sich – unter anderem dank dem legendären Song «Teil vo dr Lösig» als sozialkritischer Musiker mit Hitpotenzial einen Namen machen können. Insofern ist dieser Song am ehesten als karriereprägend zu bezeichnen.

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