Best of: Breitbild
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November
2018

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Best of: Breitbild

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Letzte Woche haben Breitbild ihre gesamte Diskografie seit «Narrafreiheit» auf Spotify und iTunes gestellt. Was dem Fan von Classic-CH-Rap die tristen Herbsttage versüsst, gibt uns Anlass, für einmal in der Vergangenheit zu schwelgen und einige der besten Songs der Bündner auszugraben.

Breitbild sind zweifellos eine der einflussreichsten Rap-Crews im Schweizer Business. Ihre Alben schafften allesamt den Sprung in die Top100 der Hitparade und verbesserten sich von Mal zu Mal, bis schliesslich 2016 ihr Reunion-Album «Breitbild» auf der Nummer 1 chartete. Für ein «Best of» kommen gefühlte 30 Songs in Frage, was die Selektion recht anspruchsvoll gestaltet.Auffällig ist vor allem die Themendiversität der Churer. Versuchen sie in einem Moment noch die Missstände der Schweizer Gesellschaft aufzudecken, dissen sie dich auf dem nächsten Track mit Punches im Sekundentakt in Grund und Boden, um auf dem nächsten Song auf ihre Freundschaft anstossen.Hier also eine kleine Auswahl an 16:9-Songs, die du gehört haben musst, wobei angemerkt sei, dass jeder LYRICS-Redakteur eine andere Selektion getroffen hätte. «Für 1 hets immer no glangt» und «Gimmer as Mic» sind hier nicht aufgeführt, denn – seien wir ehrlich – du bist dir der Popularität und Genialität der beiden Hits schon bewusst.Here we go:«Mach si stolz»Auf einem fast schon rockigen Beat zelebrieren die Jungs ihre Liebe zur Kunstform Rap. Die Gruppendynamik und das Talent sind klar auszumachen und die dazugehörigen Visuals machen das Stillsitzen zum Ding der Unmöglichkeit.«As isch eifach riesig / doch mis Lieblingspublikum stoht mit mir uf dr Bühni oder spielt mit mir im Üabigsruum.»

«Lüüt»Man gebe ein paar Churern einen simplen high-bpm Violinen-Beat und lasse sie machen. Das Resultat: Zweieinhalb Minuten Bars um Bars in einem Tempo, bei dem du abhängst, wenn du nicht genau hinhörst.«Bring eu stetiga korrekta Rap und ma mues überlegga / und wer mr das nid loht de ka mr ehrlich gseit Füdli schlegga.»

«Liablingslieder, Fraua und Piar (feat. Luut & Tüütli)»Dieser Song ist eine Hymne an das Studentenleben, das Jungsein, Frauen, Ausgang und noch vieles mehr. Mit Bauers-Kollegen Luut & Tüütli ist eine weitere legendäre Rap-Crew der Schweiz auf diesem Classic vertreten.«Mir sind Bauers und gänd ä Figg do druff / Mis Bier isch läär, Alte gib mer ä Schlugg.»https://open.spotify.com/track/3MthhEAQtsmvzbTw8Eav1w«Richtig»Feierliche Bläser, kreischende Groupies, Breitbild in ihrer Prime. Im Representer-Style und doch voller Liebe für die Band und Fans feiern die Jungs das Tour- und Musikerleben.«Wenn i afanga rappa machi us Mugga Elefanta / Lüt verhaltend sich wie Sekta, gönd in Gruppana go tanza, händ sich gera, machend Frieda und vermehrend sich wia Küngel / zerst hämmer Fans gha, yeah, bald hemmer Jünger.»

«Nacht»Das Piano-Instrumental rührt schon fast zu Tränen, doch Vali und Phlegma liefern zwei so beruhigende und melancholische Strophen, dass jeder Kummer verfliegt und man sich einfach nur noch froh und zufrieden fühlt. Geheimtipp: «Nacht» eignet sich perfekt, wenn du immer noch betrunken aus dem Ausgang nach Hause fährst und den Abend noch einmal Revue passieren lassen willst.«In dr Nacht do wird dia Stadt min Ankerplatz.»

«30 isch ds neua 50»Man wird nicht jünger. Das wurde auch Breitbild während dem Aufnehmen ihres neusten Albums «Breitbild» 2016 bewusst. Doch statt sich krampfhaft an der Jugend festzuhalten, geniessen sie das «Alt»-sein in vollen Zügen.«Clean isch ds neua Druff, 30 isch ds neua 50.»

[sc name="Google Ad"]«Liidaschaft»Ein emotionaler Song, in dem jedes Crew-Member seiner Leidenschaft eine Strophe widmet. Auffällig ist, wie sie Gefühle exakt beschreiben und in Worte fassen können. Ohne das konkrete Objekt ihrer Liebe überhaupt nennen zu müssen, versteht man, was gemeint ist.«I liida Liida well nur Liida schafft mini Liidaschaft.»

«Dia schönsti Frau vu dr ganza Stadt»Der letzte Track ist einerseits ein Blödelsong, andererseits eine Hommage an hungrige, spitze Männer im Ausgang und was sie so tun, um eine Frau abzuschleppen. Jeder Rapper verrät seine Taktik, wobei eine verwerflicher ist als die andere. Interessant zu sehen wäre, wie das Lied im Licht von #MeToo und Tamara Funiciellos «079»-Aufschrei 2018 ankäme.«Und dini Traummass, kann verstoh do seit jo keina nei / 90-60-90, und das an beidna Bei.»

Übrigens: Im selben Social-Media-Post, in dem die Bündner angekündigt haben, dass ihre Alben jetzt auf den Streaming-Diensten verfügbar sind, haben sie auch noch etwas Grosses für den 9. November 2019 angekündigt, also bleib wachsam.[sc name="mehr lesen"]

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