420: CH-Rap gets High
Friday
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April
2018

420: CH-Rap gets High

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2018

420: CH-Rap gets High

420: CH-Rap gets High
Quelle:
Am 20. April haben viele nur eines im Sinne: Kiffen. Die Tradition geht angeblich auf Schüler einer kalifornischen Highschool zurück. Stets um 16:20 traf man sich für den gesitteten Konsum berauschender Substanzen, später wurde «420» dann angeblich zum Geheimhaltungs-Code für jegliche Gespräche rund um Mary Jane. Nimm dir etwas Zeit und mach es dir gemütlich, denn LYRICS nimmt dich mit auf eine musikalische Themenreise, auf welcher wir dir eine Auswahl an CH-Rap-Kiffersongs präsentieren.

[sc name="mehr lesen" ]Spooman feat. Gleiszwei – «Ganjafeld»Die alten Hasen wussten bereits 2001 ganz genau, was gut ist. Deswegen trifft man Spooman und die Jungs von Gleiszwei auch auf dem sagenumwobenen Ganjafeld. Die Reisegeschichte, der verchillte Beat und die zum Mitsingen einladende Hook, «Unterwegs döt anne, wos no Gras hed...», verleiten uns dazu, unser gut gefülltes Minigrip kritisch zu betrachten.

Etobasi – «Gluet»Etobasi haben unsere Blick gedeutet und grinsen deswegen breiter, als es die zahlreichen Undercover-Streifenhörnchen erlauben. Der erste Dübel ist schnell gedreht, und wir schliessen uns Et Also und Chris Obasi an:«Zieh ade Gluet / s gohd diräkt i mis Bluet / und durchfluetet min Körper / de Flash dued so guet /mini Auge send zue / i mer hani Rueh / vodem Zuestand kriegi nie gnue.» Trotz innerer Ruhe werden wir gerade erst warm. Wir wollen mehr.

Chlyklass – «So Easy» (Live)«E roue ds Pape / schmeisse di inne / ob brun oder grüen / gehd beides e Schibe.» Auch die Jungs von der Chlyklass haben nur eine grosse Liebe. «So Easy» ist die ultimative Einladung zum Mitfliegen. Der volle Synthiesound und die – trotz THC-Durchtränkung – durchdachten Zeilen gehen genauso ins Blut wie unser nächster Zug Sensimillia.

Kuzco feat Skor und Luzi – «Roti Auge» (Prod. Audio Dope)Wenn Kuzco, Skor und Luzi auf einem Audio-Dope-Remix fliegen, dazu die Bong blubbert und schlussendlich der Bass droppt, dann fällt spätenstens auch uns ein, dass die Augen wieder einmal mehr in wunderschönem Purpurrot erglänzen. Fast jeder einzelne Vers von «Roti Auge» trägt das Prädikat «zitierwürdig». Die drei Jungs bringen ehrliche Kiffergedanken aufs Blatt und Audio Dopes Instrumental lässt uns in unerreichbare Sphären schweben.

Lion Messager – «Légalisez La»Getötet wird unsere erste Tüte schlussendlich von Lion Messager aus Genf. Auch wenn der Track dem einen oder anderen zu Jamaikanisch für LYRICS scheint, die Legalisierungshymne des momentan an Trapprojekten beschäftigten Künstlers spricht ihre ganz eigene Sprache und erweckt die Sehnsucht nach einer entkriminalisierten Subkultur.

EAZ – «CÜS HELVETIA»Für alle, die mit dem letzten Track, der letzten Tüte oder irgendwelchen Gedanken etwas weit abgeschweift sind, ist EAZ zur Stelle. Weed gibts nämlich auch auf den Strassen von DZ. Mit der Coolness des PS-Members im Ohr wird jeder noch so verträumte Pflanzenfetischist unumgänglich zum Herr der Lage. EAZs Rezept dazu ist ganz einfach: «Ich stohn am Morge uf mach mich frisch / lauf dur die Street mitem Jibbit bi mir und ich nimm alles easy.»

Bligg feat. Skarra Mucci & Ganglords – «Bonx It Pon Me»Trotz EAZs (nachträglichen) Tipps und einer Hook, die genauso Klischee wie Ohrwurm ist, kann's Bligg nicht wirklich easy nehmen. Sein neues «Girl namens Tina» sieht nämlich ohne grüne Brille nichts mehr. Während Bligg uns die berührende Geschichte der jungen Dame erzählt, ignorieren wir seine warnenden Zeilen und greifen erneut zum Grinder.

Di-Meh – «Mec Chill»Wenn irgendetwas nicht so richtig klappt (,wie das mit Bligg und Tina,) dann hat Di-meh den richtigen Ansatz: «Mec Chill». Gib dir eine Runde auf dem Skateboard, geniesse die Aussicht über das Genfer Häusermeer bis hin zu den französischen Alpen oder lass dich einfach in eine Hängematte gleiten. So machen's auch wir. Das Good-Good ist bis auf den letzten Stick verkleinert und liegt auf dem Mischpult bereit für die nächste Runde.

Stereo Luchs feat. Pronto – «Ufe»In dieser nächsten Runde treffen wir auf einen Hit aus der Gegenwart. Auch wenn der erste Blick oder das erste Hinhören nicht automatisch mit dem Mahnfinger auf «Ufe» zeigen würde, reihen sich im Track Metapher an Metapher. Um einfach zu beginnen, zuerst die Hook: «Ufe ischs Ziel / Fahne us Rauch hinedrah», klarer könnte die Ansage nicht sein. Allgemein gehts in «Ufe» oftmals um die heilende und heilige Meditation. «Zwenig Medi schloht ufe Mage / Drom hanis Kush ide Chammere glade.» Ja, Stereo hat Recht: gutes Kraut im Vaporizer regt den Appetit an. Deswegen tun wir's ihm gleich, laden die Kammer und erfreuen uns, dass auch Pronto, «döre Rauch erkennsch du's rote vo mim Aug», high ist wie die Alpen.

Pedro – «High»«High» ist auch Pedro aus Winterthur. Hier wird nichts beschönigt. Pedro bringt seinen State of Mind ohne grosse Umwege auf den Beat: «Wenn ned wäisch was mache: mach en Filter. Wend ned wäisch was wärde: Wird en Kiffer.» Die von einem leicht psychedelische Beat umrundeten Winti-Kiffer-Insider motivieren dazu, sich Pedro zum Vorbild zu nehmen und den nächsten zu «roulen».

Chico Chicago – «Dizzy»Auch in Bern dreht sich alles nur um das Eine. Süsse Knospen, dicke Packs und Homepartys, bei denen nur eine Frau wirklich im Mittelpunkt steht. Chico Chicagos gesamte «Nordring EP» verbindet Classic-Beats mit harzig-tropfenden Verses. Für heute haben wir's uns mit «Dizzy» gemütlich gemacht und «Brenge Weed a ehri Party, sie wott flame / zieh am Jibbi wie en Pitti ade Leine» kann man getrost als Motto definieren.

Baze – «Egusee»Auch wenn wir langsam nicht mehr können, erinnert uns Baze nochmal daran, wie das geht: «Zoge, läck hani drann zoge, trochnigs Muhl, roti Auge ond Honger uf Aues.» In der Hauptstadt nehmen es die Menschen je bekanntlich etwas gemütlicher, und langsam haben wir eine leise Vorahnung, wieso das so ist. «Egusee» von Baze ist eine weitere Kifferhymne, die heute auf keinen Fall fehlen darf. «Am Egusee, E gloub e rouche nimeh – am Egusee.» Jaja lieber Baze, wir verstehen schon.

Audio Dope - «Sober»Auch Audio Dope macht sich durch den Sample seines Instrumentals Gedanken zur Enthaltsamkeit. «Why I'm always high? I can't stay sober» Der letzte Joint verliert langsam an Anziehungskraft und wir driften ab in Gedanken über unser Konsumverhalten...

Nativ – VernäbletDen Schluss macht Nativ mit «Vernäblet». Viel mehr möchten wir dazu gar nicht mehr sagen. Geniesst 4/20, konsumiert angemessen und lebt ein glückliches Leben. Wir drücken den Stummel aus und öffnen die Fenster, denn «höch obe eschd Secht so vernäblet...»

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